MacWorld 2008: Gespanntes Warten auf die Apple-Show

MacWorld 2008
Gespanntes Warten auf die Apple-Show

Ab Dienstag ist San Francisco wieder der Nabel der Apfel-Welt. Im Jahr 1 nach der Vorstellung des Apple iPhone wartet die Branche gespannt darauf, was der kalifornischen Computerkonzern auf seiner „Hausshow“, der MacWorld Expo 2008, diesmal zu bieten hat.

HB SAN FRANCISCO. Im Jahr 1 nach der Vorstellung des Apple iPhone wartet die Branche gespannt darauf, was der kalifornischen Computerkonzern auf seiner "Hausshow" diesmal zu bieten hat. Am kommenden Dienstag wird die MacWorld Expo von Apple-Chef Steve Jobs persönlich eröffnet. Als sicher gilt, dass Apple mit seinem Service iTunes in den Onlineverleih von Kinofilmen einsteigen wird. Außerdem soll das Filmangebot bei iTunes auf Produktionen der Hollywoodstudios Warner Bros. und Fox ausgeweitet werden.

In Sachen Rechner war der Konzern bereits unter der Woche mit der Ankündigung leistungsfähigerer Prozessoren für sein Mac Pro-Modelle an die Öffentlichkeit gegangen. Beobachter erwarten zudem, dass Apple einen extrem dünnen Laptop-Computer vorstellen wird, der nur halb so dick ist wie die aktuellen MacBook-Reihe.

Die Gerüchte um die Ankündigungen auf der MacWorld Expo ließen am Mittwoch den Kurs der Apple-Aktie um über acht Dollar auf 179,40 Dollar steigen. Am Donnerstag gab das Papier jedoch wieder etwas nach. Zum Jahreswechsel war die Aktie nach Berichten über den Filmverleihdienst zeitweise bis an die Marke von 200 Dollar gestiegen.

„Am kommenden Dienstag beginnt die eigentliche Feiertags-Saison“, sagte Michael Gartenberg, Research Director des US- Marktforschungsinstituts Jupiter Research, mit Blick auf die 50 000 Besucher, die zur MacWorld Expo in San Francisco kommen werden. Zu dem Event haben sich über 800 Journalisten aus aller Welt angemeldet.

Apple-Chef Jobs nutzt traditionell die MacWorld Expo, um in seiner Eröffnungsansprache Neuheiten anzukündigen. Die im Vorfeld der Messe regelmäßig auftretenden Gerüchte versucht das Unternehmen durch strenge Geheimhaltungsklauseln in Verträgen mit Geschäftspartnern und Mitarbeitern einzudämmen. In den vergangenen Jahren hatte Apple auch immer wieder rechtliche Schritte gegen Websites unternommen, die vorzeitig Details zu neuen Apple-Produkten veröffentlicht hatten.

Hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass Apple sich auf der MacWorld auf tragbare Rechner fokussieren wird. Im jüngsten Geschäftsquartal hatte Apple 1,34 Millionen Laptops verkauft.

Shaw Wu, Analyst bei American Technology Research, geht davon aus, dass Apple neben einem „MacBook mini“ auch eine engere Partnerschaft mit Sony beim DVD-Nachfolgeformat Blu-ray ankündigen wird. Das von Sony initiierte High-Definition-Format hatte im Wettbewerb mit HD-DVD vor einer Woche einen möglicherweise entscheidenden Durchbruch erzielt, nachdem das Hollywood-Studio Warner Bros. ankündigte, künftig keine Titel mehr im rivalisierenden Format HD DVD zu veröffentlichen.

Hinter der Gruppe um HD DVD steht vor allem der japanische Computerkonzern Toshiba, aber auch Microsoft. „Ich gehe davon aus, dass zwei führende Unternehmen in der Branche sich verbünden, um gegen einen gemeinsamen Gegner vorzugehen.“

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