Marken wie Aldi und Aral als Interessenten gehandelt
Neue Mobilfunkmarken gehen an den Start

Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt könnte es bald sehr viel bunter werden. Denn statt der heute dominierenden Marken der vier Netzbetreiber könnten bald sehr viele neu Mobilfunkanbieter hinzukommen, die zwar über kein eigenes Netz verfügen, doch als virtuelle Netzbetreiber (Mobile Virtual Network Operator, MVNO) eigene Mobilfunkmarken an den Start schicken.

DÜSSELDORF/FRANKFURT. Zu den Interessenten zählen laut Branchenkreisen bekannte Markennamen wie Ikea, Aral und Aldi. Aber auch Banken und Stadtnetzbetreiber bekunden demnach ihr Interesse. „Wir gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten drei Jahre als MVNO bis zu 100 neue Mobilfunk-Marken in den Markt einsteigen werden“, sagt Alexander Müller, Leiter Marktentwicklung Telekommunikation beim Darmstädter Systemhaus Danet GmbH.

Ebenso wie die Dortmunder Materna GmbH hat Danet Lösungen entwickelt, mit denen virtuelle Netzbetreiber Gesprächsminuten und Datenübertragungsvolumen als Rohware bei den Netzbetreibern einkaufen können und diese unter ihrem eigenen Markennamen vertreiben können. Im Angebot der Dienstleister sind Funktionen wie, Einbuchung, Abrechnung der Gespräche, Kundenservice und Mehrwertdienste wie SMS.

Beide Firmen sind keine Anfänger im Mobilfunkmarkt. Rund 30 Prozent der Anteile von Danet besitzt die Deutsche Telekom. Für Konzernttöchter wie T-Mobile und T-Online hat Danet bereits mehrere IT-Projekte umgesetzt. Materna wickelt im Auftrag der deutschen Mobilfunknetzbetreiber den SMS-Verkehr zwischen den verschiedenen Netzen und wickelt im eigenen Rechenzentrum 200 Millionen SMS-Nachrichten pro Monat ab. „Wir haben sehr tiefgehendes Know-how im Mobilfunk“ , sagt Geschäftsführer Winfried Materna.

Vergangene Woche hat Materna mit Vistream eine eigene Tochter für MVNOs aus der Taufe gehoben und mit dem deutschen Netzbetreiber E-Plus einen Vertrag über Mobilfunkvorleistungen geschlossen. „Wir sprechen derzeit ernsthaft mit fünfzehn bis zwanzig Interessenten“, sagt Materna Geschäftsführer Helmut an de Meulen. Doch noch sei es zu früh, konkrete Namen zu nennen. Auch bei Danet ist von einem „baldigen Abschluss“ die Rede.

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