Markt für Mobilfunk-Netze
Ericsson bleibt pessimistisch

Der mit Verlusten arbeitende schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson sieht derzeit noch keine Belebung des schwachen Marktes für Mobilfunk-Netze.

Reuters VISBY. "Wenn ich das Ericsson-Management richtig verstehe, ist es unverändert", sagte Chairman Michael Treschow der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag am Rande einer Konferenz im schwedischen Visby. Thema der Konferenz ist die Frage, ob Schweden nach einer Volksbefragung am 14. Septemebr den Euro einführen sollte. Mit der eingeleiteten Umstrukturierung, durch die der Konzern im Laufe des Jahres wieder in die Gewinnzone zurückkehren soll, sei im Ericsson Plan, sagte Treschow.

Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunkausrüstungen will am 18. Juli sein Ergebnis für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorlegen. Analysten rechnen mit einem erneuten Verlust des Unternehmens, das sich bemüht, die Kosten schneller zu senken, als die Umsätze fallen.

Ähnlich wie die Konkurrenten Nokia und Motorola hatte Ericsson Ende April die Erwartung geäußert, dass der Markt für Mobilfunk-Netze in diesem Jahr in Dollar gerechnet um mehr als zehn Prozent und in Euro um 15 bis 17 % schrumpfen werde. Zur Anpassung an das geringere Marktvolumen hatte der Konzern Ende April eine neue Runde von Stellenstreichungen angekündigt, wodurch die Zahl der Beschäftigten 2004 auf 47 000 von derzeit 61 000 sinken soll.

"Die Mitgliedschaft in der Europäischen Währungsunion wäre gut für Schweden und für Ericsson", antwortete Treschow auf entsprechende Fragen. Die starke finanzielle Entwicklung des Konkurrenten Nokia, des weltgrößten Handy-Herstellers, könnte teilweise auf die Mitgliedschaft Finnlands am gemeinsamen Währungsraum zurückzuführen sein. "Generell haben sich Firmen innerhalb der Euro-Zone besser entwickelt und es ist angemessen, davon auszugehen, dass sich das bei Nokia so verhält", sagte Treschow.

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