Mediacenter MC1
Rollei rollt ins Wohnzimmer

Aldi verkauft Telefone, Tchibo Fahrräder, mein Baumarkt Flachfernseher - und Rollei reinrassige Multimedia-Computer.

DÜSSELDORF. Ja, Rollei. Der deutsche Traditionshersteller hochwertiger Nobelkameras. Die konnte ich mir früher immer nur im Schaufenster anschauen. Heute ist meine Kamera von Panasonic und Rolleis schaue ich mir höchstens mal aus Sentimentalitätsgründen auf Sammlerseiten im Internet an. "Times they are a changing", sagte schon Bob Dylan völlig zu recht.

Das Multimedia-Center MC 1 soll zeigen, wie sich bei Rollei die Zeiten geändert haben. Wobei zumindest eines schon mal konstant geblieben ist: der stolze Preis. Gut 2000 Euro soll die TV-, Musik-, Foto- und Video-Zentrale fürs Wohnzimmer kosten. Vergleichbare Geräte von der Stange, wie ein Fujitsu Siemens Activy 570, sind schon für rund 1200 Euro zu haben.

Da muss man schon was bieten. Optisch ist das gelungen. Das wertige Metallgehäuse mit Alu-Front des MC1 ist alle Male wohnzimmertauglich. Schön ist der integrierte Monitor. Er ermöglicht den Betrieb ohne TV-Gerät, etwa nur zum Musik hören. Der Start des vorkonfigurierten Testgeräts erfolgte reibungslos und schnell. Die Benutzer-Oberfläche des Linux-Betriebssystems ist aufgeräumt und intuitiv beherrschbar.

Die Bedienung erfolgt über eine eher unübersichtliche Fernbedienung, die reichlich klobig daherkommt. Das Geheimnis lüftet sich nach einem seitlichen Dreh, dann klappt eine Tastatur aus dem Unterteil heraus. Damit lassen sich zum Beispiel E-Mails beantworten.

Der MC 1 reagiert manchmal etwas träge auf Eingaben der Fernbedienung, aber immer gutmütig. Nur mit hemmungslosem Herumtippen auf der Fernbedienung war er einmal zum Absturz zu bringen.

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