Mehr als 500 000 UMTS-Kunden
UMTS-Geschäft kommt langsam in Schwung

Beim Mobilfunkbetreiber Vodafone D2 kommt das UMTS-Geschäft langsam in Schwung. Ein gutes halbes Jahr nach dem Start ins Massengeschäft sollen sich mehr als eine halbe Million Kunden für den schnellen Übertragungsstandard in Deutschland entschieden haben.

HB DÜSSELDORF. 410 000 Vodafone-Kunden nutzten Ende Juni eines der neuen UMTS-Handys, teilte Vodafone am Donnerstag in Düsseldorf mit. Rund 120 000 Vodafone-Kunden surften mit UMTS-Datenkarten über ihr Notebook im Internet. Die UMTS-Geräte brächten Vodafone mehr Umsatz als herkömmliche Handys, sagte der designierte Vodafone-Deutschland-Chef Fritz Joussen. Obwohl bislang nur 1,5 % der Vodafone-Kunden Geräte auf Basis des neuen Mobilfunkstandards nutzten, trügen sie bereits vier Prozent zum Umsatz bei. Für Vodafone sei das UMTS-Geschäft bereits heute ein sehr gutes, ergänzte Joussen, der im Oktober die Nachfolge von Jürgen von Kuczkowski an der Spitze der größten Gesellschaft innerhalb des britischen Vodafone-Konzerns antritt.

Der Fokus von Vodafone Deutschland werde in den kommenden sechs Monaten auf der weiteren Verbreitung von UMTS und dem Angebot "Vodafone Zuhause" liegen, das sich an Kunden richtet, die auf das Festnetz-Telefon und einen festen Internet-Anschluss verzichten wollen, kündigte Joussen an. Ein ähnliches Angebot hat Konkurrent O2 mit Genion bereits seit vielen Jahren.

Ein Geschäftskunde, der die UMTS-Datenkarte nutzt, bringt es nach Angaben von Vodafone im Durchschnitt auf einen Monatsumsatz von 70 ?, beinahe doppelt so viel wie ein Nutzer von langsameren Datenkarten. Bei den Handy-Nutzern am Beliebtesten sei das MobileTV, das Vodafone im November 2004 gestartet hatte und das 15 TV-Kanäle umfasst. Rund 100 000 Nutzer hätten im Juni Fernsehen auf ihrem Mobiltelefon geschaut. Auch der Service, Musik auf das Handy herunterzuladen, werde gut angenommen.

Konkurrent und Marktführer T-Mobile wollte sich aktuell nicht zu UMTS-Kundenzahlen äußern und verwies auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen im August. Vodafone hatte angekündigt, bis Ende März 2006 insgesamt zehn Mill. UMTS-Kunden zu gewinnen, fünf Mill. davon in Europa und fünf Mill. in Japan. Zum Ende März zählte Vodafone Deutschland rund 27 Mill. Kunden insgesamt.

Das UMTS-Netz von Vodafone umfasse inzwischen rund 1200 Städte und Gemeinden in Deutschland und decke damit rund 60 % der Bevölkerung ab. Bis Ende März 2006 sollen 70 % der Bevölkerung mit UMTS von Vodafone erreicht werden.

Neben UMTS steht für Joussen auch das neue Angebot "Vodafone Zuhause" im Mittelpunkt. Der Kunde kann dabei von zu Hause aus und in einem bestimmten Umkreis zu Festnetzpreisen telefonieren, bewegt er sich weiter weg, werden Mobilfunkgebühren fällig. Mit einer UMTS-Datenkarte kann der Kunde zu einem monatlichen Festpreis in seiner Homezone ein bestimmtes Datenvolumen nutzen, bewegt er sich aus dieser Zone heraus, wird ein volumenabhängiger Preis für das Surfen fällig. Die Nutzer des Sprachangebots von "Vodafone Zuhause" brächten einen durchschnittlichen Monatsumsatz von 26 ?, die Internet-Nutzer 40 ?, erläuterte Joussen.

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