Mehrheit an Handy-Softwarefirma übernommen
Nokia übernimmt Symbian-Kontrolle

Der weltgrößte Handyhersteller Nokia übernimmt die Mehrheit an dem Handy-Betriebssystemen-Entwickler Symbian. Dazu kauft Nokia von der britischen Psion rund ein Drittel der Symbian-Anteile. Andere Handy-Produzenten haben damit bei der Suche nach einem Smartphone-Betriebssystem letztlich nur noch die Wahl zwischen Microsoft oder ihrem finnischen Rivalen.

HB HELSINKI/MÜNCHEN. Psion werde 135,7 Mill. Pfund (knapp 200 Mill. ?) für den Anteil an Symbian erhalten, teilte Nokia am Montag mit. Damit wachse Nokias Beteiligung an dem Verluste schreibenden Software-Konsortium Symbian auf 63 %. Die Transaktion bewertet Symbian insgesamt mit gut 436 Mill. Pfund.

Symbian gilt als unangefochtener Marktführer bei Betriebssystemen für höherwertige Mobiltelefone, so genannten "Smartphones", die über Organizer- und PC-Funktionen verfügen. 2004 wird mit einem weltweiten Absatz von mehr als 550 Mill. Handys gerechnet. Smartphones kamen nach Schätzung der Marktforscher von IDC 2003 zwar lediglich auf knapp zehn Mill. Stück, gelten aber als schnell wachsendes Segment. Merrill Lynch geht davon aus, dass das Marktvolumen bis 2007 auf 125 Mill. Stück klettern könnte.

Microsoft, unangefochtener Marktführer bei PC-Betriebssystemen, konnte seinen Erfolg im Handy-Bereich bislang nicht wiederholen. Ursache war das Fehlen von Partnern und technische Schwierigkeiten.

Die Aufstockung des Anteils betrifft Handybauer wie Siemens, Samsung Electronics, Sony Ericsson oder Matsushita nicht nur, weil sie ihre Software künftig bei ihrem größten Konkurrenten kaufen müssen. Vielmehr sind die Konzerne selbst mit Minderheitsanteilen an Symbian beteiligt.

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