Menschenmengen vor den Läden
Kleine Panne beim iPhone-Start

Wegen des Designs und der neuartigen Benutzerführung ist das seit Freitag in den USA erhältliche iPhone von Apple bei seinen neuen Besitzern auf Begeisterung gestoßen. Andere hatten dagegen zum Start gleich Pech.

HB NEW YORK. Bei der Online-Aktivierung des neuen High-Tech-Spielzeugs gab es Verzögerungen, wie US-Medien am Sonntag berichteten. Der Server des Exklusivpartners AT&T war wegen des großen Ansturms überlastet, hieß es. In Interviews zeigten sich einige der Technik-Freaks dementsprechend frustriert.

„Es sieht cool aus“, sagte Tim Johnson aus Pennsylvania, „aber ich kann nichts damit machen. Ich bin wütend und frustriert. Ich habe das Gefühl, dass ich meine Zeit verschwendet habe.“ Die meisten konnten das Mobiltelefon jedoch innerhalb von wenigen Minuten startklar machen und waren mehr als zufrieden. „Es ist das beste Ding, das seit langem herausgekommen ist. Es ist wunderschön“, schwärmte Len Edgerly gegenüber der „USA Today“.

Die ersten Besitzer eines iPhones hatten ihr Gerät schon in Betrieb genommen, noch bevor sie den Laden verlassen hatten. Eine Funktion des iPhones erlaubt es, das Gerät zu registrieren, indem man sich bei der iTunes-Software von Apple anmeldet. Einige Käufer gingen deshalb am Freitag sofort nach Hause, andere eilten zu ihrem Laptop vor dem Geschäft, vor dem sie gewartet hatten, um online zu gehen. „Es ist toll und es war so einfach, sich anzumelden“, sagte Liz Cecchini aus Texas. Sie hatte einen Tag vor dem Geschäft gewartet, um ein iPhone in Händen zu halten.

Mehrere Hunderte iPhones wechselten kurz nach dem Kauf außerdem bereits wieder den Besitzer. Auf der Internet-Auktionsseite Ebay wurden die Mobiltelefone für einen Durchschnittspreis von 965 Dollar (über 712 Euro) versteigert - mehr als 300 Dollar über dem Originalpreis. Der Höchstpreis lag am Freitag bei 10 000 Dollar.

Apple machte zuerst keine Angaben, wie viele iPhones in den eigenen 162 Geschäften abgesetzt wurden. In einem Laden in San Francisco war am Samstagnachmittag zumindest die mit 600 Dollar teurere Variante nicht mehr zu haben, von dem 500-Dollar-Modell waren noch zehn in den Regalen zu sehen. Apple-Chef Steve Jobs will bis 2008 zehn Millionen iPhones verkaufen, was einem Prozent des weltweiten Mobilfunkmarktes entsprechen würde. Experten fragen sich allerdings schon angesichts des Preises, ob der Computerkonzern in dem hart umkämpften Markt Fuß wird fassen können: Der durchschnittliche US-Kunde gibt für ein Handy weniger als 100 Dollar aus. Auf dem Handymarkt bieten Branchenriesen wie Nokia und Sony Ericsson schon sehr ähnliche Musik-Handys. Analysten schauen daher nicht so sehr auf die Zahlen des ersten Ansturms. „Wichtig ist, was nach den ersten 90 Tagen passiert“, sagt Michael Gartenberg von Jupiter Research.

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