Mittelklasse Heimkino DAV-SR4W von Sony
Schöner glotzen ohne Kabel

Von wegen "Schöner wohnen": Größter Hinderungsgrund für die Anschaffung einer Heimkinoanlage mit mehr als zwei Lautsprechern ist für viele Menschen noch immer die unansehnliche Verkabelung. Da hilft nur Wände aufreißen und alles unter Putz legen.

HB DÜSSELDORF. Daran ändert zwar auch Sonys neue Kinoanlage DAV-SR4W nur wenig. Aber sie lindert den Schmerz bis zur nächsten Grundrenovierung doch erheblich. Denn die eleganten rückwärtigen Säulenlautsprecher aus Aluminiumdruckguss werden durch die Luft per digitaler Infrarot-Technik angesteuert.

Wirklich völlig kabellos ist das natürlich nicht. Zum einen verbindet eine Leitung die beiden hinteren Lautsprecher untereinander, und der linke Speaker mit dem Verstärker muss an die Steckdose. Vor dem Kauf also - auch aus optischen Gründen - prüfen, wo der nächste Stromanschluss liegt.

Im Test zeigte sich die Infrarot- Verbindung sehr zuverlässig. Personen, die auf dem Weg zum Kühlschrank an der kleinen Sendebox - die unauffällig im Regal platziert werden kann - vorbeihuschen, stören den Empfang nicht. Auch Rauschen oder ähnliche Störgeräusche waren beim Test nicht zu vernehmen.

Im schlanken Receiver mit DVD-Player arbeitet bewährte Sony-Technik. Für sauberen Klang sorgt ein diskret aufgebauter S-Master-Digitalverstärker. Angenehmer Nebeneffekt der kühlen Digitaltechnik: Auch nach mehrstündigem Dauer-Videoeinsatz bei mittlerer Lautstärke säuselte der eingebaute Ventilator nahezu unhörbar und Klassik-tauglich vor sich hin. Das ist leider heute noch immer nicht die Norm im Heimkinobereich.

Bei der DVD "The Perfect Storm" wiederum sorgten die beiden 16-cm-Tieftöner im massigen Subwoofer für wuchtige Dynamik. Achtung, Altbaubesitzer mit schwingenden Holzdielen: Einer der Bass-Hämmer ist als "Downfire"-Lautsprecher ausgelegt. Er strahlt also in Richtung Fußboden, was den Effekt noch mal verstärkt - auch beim Nachbarn. Im Zweifel lieber "Nachtmodus" aktivieren und den Hausfrieden retten.

An der Bildqualität am Scartausgang gab es wenig zu mäkeln. Unverständlicherweise fehlt aber für das letzte Quäntchen Qualität ein flimmerfreier Progressive-Scan- Ausgang. Das Web-Videoformat DivX wird auch nicht unterstützt.

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