Mobile E-Mail-Lösungen
Yahoo und Google drängen in Unternehmen

Die großen Internetportale versuchen derzeit das Handy mit immer mehr Daten- und Sprachdienste zu versorgen. Wichtig ist dabei der E-Mail-Empfang, der seit einiger Zeit von Google und Yahoo mobil und gratis angeboten wird. Dieser Trend könnte trotzdem Auswirkungen auf den Mobile-Mail-Einsatz in Unternehmen haben.

hiz DÜSSELDORF. Nach Aussagen der Marktforscher von Berlecon wird die steigende Verbreitung mobiler E-Mail-Dienste die Unternehmen in Zugzwang bringen. Die großen Internetportale versuchen derzeit mobile E-Mails für Privatanwender attraktiv zu machen, die zum Beispiel seit einiger Zeit von Google und Yahoo gratis angeboten wird. Zwar sind diese Lösungen nicht für den Einsatz in Unternehmen geeignet, aber sie könnten trotzdem Auswirkungen auf den Mobile-Mail-Einsatz in Unternehmen haben.

Die Ansätze der beiden Anbieter sind unterschiedlich. Googles "Gmail" ist ein Web-Interface das erkennen kann, ob der Nutzer per Handy- oder PC-Browser zugreift. Die Darstellung wird entsprechend angepasst. Neben E-Mails können auch angehängte Bilder sowie Word- und PDF-Dokumente geöffnet werden. Ist die Telefonnummer in der Mail-Kontaktliste gespeichert, kann die Mail auch per Anruf beantwortet werden. Bei Yahoo muss zunächst die Yahoo Go Software heruntergeladen und installiert werden. Der Client ist in Deutschland derzeit für Nokia Smartphones verfügbar, beschränkt sich allerdings nicht auf E-Mail-Funktionalität, sondern es können auch Termine und Kontakte verwaltet werden. Im Gegensatz zu Gmail können die Nachrichten auch auf dem Gerät gespeichert werden, so dass Zugriff im Offline-Modus möglich ist. E-Mail-"Push", d.h. die aktive Zusendung der Mail an den Client sofort nach deren Eingang wie beispielsweise bei RIMs BlackBerry, ist bei beiden Anbietern nicht möglich.

Solche Lösungen könnten, nach den Erkenntnissen der Marktforscher, auch Auswirkungen auf mobile Unternehmenslösungen haben. Mitarbeiter, die innovative Kommunikationstechnologien im privaten Umfeld nutzen erwarten diese auch an ihrem Arbeitsplatz. Eine Berlecon-Umfrage zeigt zwar, dass 56 Prozent der Unternehmen bereits den mobilen Mail-Zugriff ermöglichen. Allerdings können häufig nur für ausgewählte Mitarbeiter aus dem oberen Management.

Setzen sich die mobilen Mail-Lösungen von Google und Yahoo bei den Privatnutzern durch, könnten die IT-Verantwortlichen plötzlich vor verstreuten Insellösungen stehen, weil die Mitarbeiter sich ihre Technologien für mobile E-Mails selbst aussuchen. Um so ein Szenario zu vermeiden, empfehlen die Berater den Unternehmen schon im Vorfeld eine Strategie für mobile E-Mails zu entwickeln. Nur so sei eine einheitliche Implementierung möglich, die das Potenzial der Technologien voll nutzt und eine zentrale Administration sowie die Durchsetzung von Sicherheitsregeln unterstützt.

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