Mobile Speichermedien meist ungeschützt
Handy-Viren auf dem Vormarsch

Wie eine Studie der IT-Sicherheitsfirma McAfee ergab, haben 83 Prozent der befragten Mobilfunkunternehmen bereits eine Infektion von mobilen Endgeräten erlebt. An geeigneten Sicherheitslösungen mangelt es jedoch nicht.

HB FRANKFURT. Die Zahl der sicherheitsrelevanten Vorfälle bei Handys stieg von 2005 auf 2006 um mehr als das Fünffache. Im Vergleich zum Jahr zuvor hatten 2006 mehr als doppelt so viele Betreiber aus Europa und Asien-Ozeanien einen Vorfall, der mehr als tausend Geräte betraf, wie McAfee erklärte. Und die Zahl der Provider, deren Jahresbudget für die Mobilfunk-Sicherheit mehr als 200 000 Dollar beträgt, habe sich von 2005 auf 2006 mehr als verdoppelt. Immer mehr Provider befürchteten, dass solche Attacken ihr Marken-Image beschädigen und den Erfolg neuer Angebote gefährden könnten, erklärte McAfee.

Die meisten mobilen Speichermedien in Unternehmen sind offenbar ungeschützt. Dabei fehlt es aber nicht am Bewusstsein um die Risiken ungesicherter Datenträger. Eine Untersuchung der Sicherheitsfirma Utimaco ergab, dass 82,5 Prozent der Befragten Geschäftsanwender von mobilen Datenträgern den Schutz dieser Speichermedien für wichtig bis sehr wichtig erachten. Tatsächlich ist aber gerade einmal jedes fünfte mobile Speichermedium (19,2 Prozent) derzeit komplett verschlüsselt, weitere 18,6 Prozent werden zumindest teilweise verschlüsselt.

Konkrete Sicherheitsrichtlinien gibt es der Studie zufolge auch nur in 7,3 Prozent der befragten Unternehmen. Das mit 95,6 Prozent beliebteste Speichermedium ist der USB-Stick. Jeder vierte (26,7 Prozent) Nutzer hat auch schon mindestens einen davon verloren. Das ist nicht ganz unproblematisch, da sich auf den Sticks neben vielen privaten Dingen wie Fotos auch Kundeninformationen, Finanzzahlen, Vertragsdetails und Kontaktdaten finden, wie die Studie ergab. Für die Untersuchung wurden den Angaben zufolge 1 117 Personen befragt, die diese Geräte beruflich einsetzen.

Für Smartphones mit den Betriebssystemen Symbian oder Windows Mobile hat die russische Sicherheitsfirma Kaspersky Lab jetzt ihr Programm Anti-Virus Mobile angekündigt. Es soll vor Schadprogrammen sowie SMS- und MMS-Spam schützen. Das Programm nutzt den integrierten Web-Browser der Geräte zur Übermittlung von Updates sowie Informationen über neue Viren. Die Updates erfolgen automatisch nach einem gewünschtem Zeitplan beziehungsweise auf Abruf durch den Anwender. Das Programm soll im Online-Shop erhältlich sein und als Einjahres-Lizenz 24,95 Euro beziehungsweise 39,95 Schweizer Franken kosten.

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