Mobile World Congress
HTC setzt verstärkt auf Touchscreens

Der taiwanesische Handy-Hersteller HTC will sich mit neuen, vereinfachten Funktionen für die mobile Kommunikation im wachsenden Smartphone-Markt behaupten. Auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona stellte HTC-Chef Peter Chou am Montag zwei neue Handys der Diamond-Reihe mit Windows-Mobile-Betriebssystem vor.

HB BARCELONA. Der HTC Touch pro 2 und der HTC Diamond 2 sollen die Kommunikation über Sprache, E-Mail oder Textnachrichten deutlich vereinfachen und einen simplen Zugang zum Internet bieten, sagte Chou. "Wir wollen die mobile Internet-Nutzung sehr viel mehr Menschen als bisher ermöglichen."

Ein neues Modell mit Googles neuem Betriebssystem Android stellte das Unternehmen anders als von Branchenbeobachtern ursprünglich erwartet zunächst nicht vor. Voraussichtlich wird das neue Modell G2 von HTC am Dienstag von Vodafone in Barcelona präsentiert.

Das neue Smartphone HTC Touch pro 2 soll Ende des zweiten Quartals, das HTC Touch Diamond 2 Anfang der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein, hieß es. Beide Geräte nutzen das Microsoft-Betriebssystem Windows Mobile und sollen später auch problemlos auf das für dieses Jahr erwartete Windows Mobile 6.5 aktualisiert werden können.

Über die von HTC weiterentwickelte Touchflo-Bedienoberfläche lassen sich direkt das E-Mail-Programm, Messaging oder Musik- und Foto-Ordner mit dem Finger ansteuern. Das Adressbuch verknüpft künftig alle eingehende Kommunikation - sei es per E-Mail, SMS oder Sprachanruf - mit den Kontakteinträgen, erklärte Marketing-Chef John Wang. Microsoft und HTC arbeiteten bereits seit elf Jahren erfolgreich zusammen, betonte Microsoft-Manager Andy Lees. Der taiwanesische Hersteller habe seither mehr Geräte mit Windows-Betriebssystem verkauft als jeder andere Hersteller. HTC hatte vor allem mit seiner eigenen Software-Entwicklung Touchflo zum Erfolg beigetragen, die eine Bedienung auch ohne Stift mit dem Finger ähnlich wie bei Apples iphone oder dem Google-Handy G1 ermöglicht. "Mit Touchflo waren wir den Wettbewerbern bislang immer einen Schritt voraus", sagte Lars-Christian Weisswange, Regionaldirektor für Deutschland, Österreich und der Schweiz.

HTC hat nach Angaben von Weisswange die weltweite Wirtschaftskrise bislang noch nicht zu spüren bekommen. "Dass der Handy-Markt gesättigt ist, erzählen die Analysten schon seit zwei Jahren. Bislang haben wir davon noch nichts gesehen." HTC habe im Vergleich zum Wettbewerb aber auch einen besonders guten Stand, da das Unternehmen die Entwicklungsabteilungen für Hardware und Software sowie den Vertrieb unter einem Dach bündele. Vor allem die Smartphone-Geräte liefen auch in der Krise sehr gut. Mit Geräten mit Googles neuem Betriebssystem Android erhoffe sich HTC ein weiteres Standbein im Markt. Das erste, seit Anfang Februar auch in Deutschland verfügbare Handy G1 habe einen sehr zufriedenstellenden Start erlebt. Die Marktforschung Accenture hatte jüngst allein für den deutschen Markt insgesamt einen Absatz von einer Million Android-Handys noch in diesem Jahr prognostiziert.

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