Mobile World Congress LG baut Spielplatz fürs Smartphone

Ein Smartphone allein sorgt heute nicht mehr für viel Begeisterung – deswegen will LG sein neues Modell G5 jetzt mit einer ganzen Sammlung Zubehör verkaufen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf virtueller Realität.
Abheben will sich LG vor allem mit dem Zubehör. Quelle: LG
Aufrüstbares Smartphone

Abheben will sich LG vor allem mit dem Zubehör.

(Foto: LG)

BarcelonaAufs Smartphone allein will sich LG offenbar nicht mehr verlassen. Der koreanische Elektronikhersteller bringt sein neues Modell G5 mit einer Reihe von Zubehör auf den Markt. Es lässt sich aufrüsten: zu einer Kompaktkamera oder einem Lautsprecher, einer Fernbedienung für eine Virtual-Reality-Brille oder einem Spielzeugroboter. Der Nutzer habe damit einen „abenteuerlichen Freizeitpark in der Tasche“, sagte LG-Chef Juno Cho am Sonntag auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.

Über das neue Smartphone G5 verlor LG nicht viele Worte. Das Gerät hat ein Display, das Informationen wie die Uhrzeit permanent anzeigt, dabei aber nur wenig Strom verbrauchen soll. Obwohl das Gerät ein Metallgehäuse hat, lässt sich der Akku mit einem Handgriff austauschen. LG wirbt zudem mit einem Weitwinkelobjektiv, das Bilder mit 135 Grad Blinkwinkel aufnimmt.

Die spannendsten Gerüchte aus Katalonien
Samsung Galaxy S7
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Samsung präsentiert in Barcelona seine neuen Modelle Samsung Galaxy S7 und das größere Galaxy S7 Edge mit abgerundeten Kanten. Samsungs neues Top-Modell wird sich optisch wohl stark an seinem Vorgänger, dem S6 (Foto: S6 Edge) orientieren.

Offenbar wird das Standardmodell 5,1 Zoll groß sein, das S7 Edge 5,3 Zoll. Laut Insidern soll das Display permanent leuchten und so jederzeit Nachrichten und Uhrzeit anzeigen – ohne dass der Akku sich dadurch schneller leert. Mit einem Iris-Scanner soll sich das Gerät allein mit einem Blick entsperren lassen. Insider sagen, dass ein Kamerasensor durch Kontrast die Bildqualität bei Dunkelheit verbessert. Angeblich will der südkoreanische Hersteller die Auflösung der Kamera von 16 auf 12 Megapixel reduzieren – und die Kamera so integrieren, dass sie nicht mehr aus dem Gehäuse hervorsticht.

Das scheinbar wieder wasserfeste Smartphone soll Ende des Monats ab 699 Euro auf den Markt kommen.

G5 von LG
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LG wird sein neues Premiummodell vorstellen: Das etwa fünf Zoll große G5 (Bild: G4S). Insider erwarten auch einen kleineren Ableger, das LG5 Lite. Im Gegensatz zu Samsung hat LG Electronics schon im Vorfeld des MWC offiziell bestätigt, dass das neue Geräte mit einem Always-on-Display ausgestattet sein wird. Der südkoreanische Herrsteller will eine dazu passende Hülle mit Touch-Funktion präsentieren. In Sachen Kamera-Auflösung sind bislang noch keine konkreten Zahlen durchgesickert. Klar scheint allerdings zu sein, dass in das Gerät zwei Kameras mit Weitwinkellinsen integriert sein werden. Spannend: Über einen Magic-Slot soll der Nutzer das G5 durch eine Action-Cam, Tastatur und Audioverstärker ergänzen können.

Das G5 soll zwischen 600 und 700 Euro kosten.

Lumia650 von Microsoft
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Microsoft hat bestätigt, dass das Smartphone Lumia650 in Barcelona vorgestellt wird. Ende Februar soll es in Deutschland bereits verkauft werden. Der interne Speicher umfasst 16 GB. Mit einer Micro-SD-Karte kann der Nutzer den Speicher um 200 Gigabyte erweitern. Sowohl vorne als auch hinten ist das Smartphone jeweils mit einer Weitwinkelkamera ausgestattet. Auflösung: acht und fünf Megapixel. Das Betriebssystem ist – wie erwartet – Microsoft 10. Preis: 229 Euro.

Tone Platinum Bluetooth-Kopfhörer von LG
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Kurz vor dem Mobile World Congress in Barcelona hat LG Electronics offiziell bekannt gegeben, seine neuen Bluetooth-Kopfhörer zu präsentieren. Das neue Modell ist mit einem Stimmen-Feature ausgestattet, sodass die Verbraucher per Sprachbefehl Anrufe entgegen nehmen können. Wenn der Nutzer ein Android-Smartphone besitzt, kann er mit Hilfe einer App über die Kopfhörer Sprachnotizen aufzeichnen und sich von Freunden und Bekannten orten lassen. Schallwandler – die es laut LG nur in kabelgebundenen Kopfhörern gibt – minimieren Verzerrungen bei der Wiedergabe von Liedern.

Im März kommt der Kopfhörer in den USA auf den Markt. Anschließend in Europa. Einen Preis hat das Unternehmen bisher noch nicht bekannt gegeben.

360-Grad-Kamera von Samsung
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Neben dem Samsung Galaxy S7 soll der koreanische Gerätehersteller auch die Kamera Gear 360 in Spanien vorstellen. Seit Längerem arbeitet Samsung an einer Virtual-Reality-Kamera. Die Brille soll mit zwei 360-Grad-Fischaugen-Objektiven Rundum-Filme aufnehmen können. Den Stream können Verbraucher laut Insider auf einem Smartphone sehen – ob er auch übertragen werden kann, sei noch unklar.

Mi5 von Xiaomi
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Das neue Modell des chinesischen Smartphone-Herstellers soll laut Brancheninsidern extrem kontrastreiche und scharfe Bilder ermöglichen. Denn im Vorfeld des MWC hat Vizechef Hugo Barra auf Facebook Fotos veröffentlicht, die mit der 16-Megapixel-Kamera gemacht worden sein sollen. Neben der Kamera soll das Mi5 mit einem drucksensitiven Display ausgestattet sein. Experten erwarten, dass das Mi5 optisch an das iPhone 6s Plus erinnert.

Das Vorgängermodell Mi4 (im Bild) wurde im August 2014 vorgestellt und konnte vielen Premium-Smartphones aus dem Jahr das Wasser reichen. Es war aber deutlich billiger als diese. Es stieß auch in Deutschland auf Interesse - obwohl es hierzlande nicht offiziell vertrieben wird.

Tablet und Smartwatch von Sony
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Sony wird auf dem Mobile World Congress auf jeden Fall eine technische Neuheit vorstellen. Schließlich hat hat der japanische Hersteller Einladungen zur Messe an die Öffentlichkeit verschickt. Insider rätseln allerdings noch, um welches Gerät es sich handeln wird. Nach dem Release des Xperia Z5 halten Experten die Vorstellung einer neuen Smartphone-Version für eher unwahrscheinlich. Sie erwarten stattdessen ein neues Tablet (im Bild: Das Xperia Z4) – oder eine Smartwatch. Über andere Geräte kursieren bereits eine Menge Spekulationen. Von Sony dringt nur wenig nach außen.

Abheben will sich LG aber vor allem mit dem Zubehör. Die Module lassen sich an der Öffnung für den austauschbaren Akku andocken, etwa eine Kamera samt Auslöser und zusätzlichem Akku oder einem Soundprozessor von Bang & Olufsen. Andere Geräte lassen sich mit dem Smartphone steuern, etwa der rollende Roboter LG Rolling Bot: Mit dem können Nutzer aus der Ferne einen Blick in die Wohnung werfen, Fotos machen oder das Haustier mit einem Laser zum Spielen animieren.

Wie für andere Hersteller auch spielt Virtual Reality (VR) für LG eine wichtige Rolle. Das G5 lässt sich als Fernbedienung für eine VR-Brille nutzen, die – anders als etwa die Gear VR von Samsung – aber über eigene Bildschirme verfügt. Eine 360-Grad-Kamera erlaubt es, eigene Rundumbilder aufzunehmen. Zu Preisen und Verfügbarkeit äußerte sich das Unternehmen nicht.

Wie viele Nutzer sich in den Freizeitpark wagen, ist allerdings fraglich. LG hat in den vergangenen Jahren an Marktanteilen verloren und ist vor allem gegenüber chinesischen Konkurrenten wie Huawei ins Hintertreffen geraten. Im vierten Quartal 2015 verkaufte LG 15,3 Millionen Geräte, ein Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, die Sparte für mobile Kommunikation schrieb operative Verluste.

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