Mobiler Breitband-Service: T-Mobile beschleunigt UMTS-Netz

Mobiler Breitband-Service
T-Mobile beschleunigt UMTS-Netz

Der deutsche Mobilfunk-Marktführer T-Mobile setzt wie seine Konkurrenten auf schnelle Datenübertragung auf dem Handy.

dpa BARCELONA.­ Noch in diesem Quartal will die Telekom-Tochter ihr mobiles Breitband-Angebot starten. Breitband-Geschwindigkeiten sind Voraussetzung für Multimedia-Dienste wie Video auf dem Handy. Außerdem wird T-Mobile voraussichtlich im vierten Quartal ein Instant-Messaging-Angebot einführen.

„Das Mobilfunknetz wird zunehmend zum bevorzugten Zugang ins Internet“, sagte T-Mobile-Chef Rene Obermann auf der Mobilfunkmesse 3GSM World Congress in Barcelona. Viele Nutzer, die bislang noch über keinen schnellen Festnetz-Zugang ins Internet verfügen, würden diesen Schritt künftig auslassen und gleich zum Mobilfunk greifen. Ein Beleg dafür sei auch die Nachfrage nach entsprechenden Geräten. So sei im vergangenen Jahr rund eine Millionen datenfähiger Handys verkauft worden. T-Mobile arbeite daran, die Übertragungsgeschwindigkeit Jahr für Jahr zu verdoppeln.

Die in Kürze startende UMTS-Erweiterung HSDPA soll Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1,8 Megabit pro Sekunde ermöglichen. Konventionelles UMTS schafft derzeit nur 384 Kilobit pro Sekunde. Bis 2008 will T-Mobile die Geschwindigkeit auf 14 Megabit pro Sekunde erhöhen. 2010 soll die Geschwindigkeit bereits bei mehr als 20 Megabit liegen.

Für den Instant-Messaging-Dienst einigte sich T-Mobile mit anderen führenden Mobilfunkanbietern in Europa wie Vodafone oder der France- Télécom-Tochter Orange auf einen gemeinsamen Standard für ihre Netze. Die insgesamt 15 Mobilfunkanbieter haben sich zusammengetan, um dem Vorstoß kostenloser Messaging-Dienste wie der von Skype oder Yahoo in den mobilen Bereich entgegenzutreten.

Instant Messaging ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen Handynutzern über die Tastatur. Mit Drücken der Eingabetaste erscheint der entsprechende Text sofort auf dem Handy des Gesprächspartners. Der Service könnte die SMS ablösen. Mit dem gemeinsamen Standard wird auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Netzen möglich, wie das bisher schon bei SMS der Fall ist. Unklar ist allerdings noch die Abrechnung. Bei den Mobilfunkern dürfte der Dienst kostenpflichtig sein.

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