Mobilfunk
Der Preis ist heiß

Der Aufschrei in der Mobilfunkbranche war groß: Der drittgrößte Anbieter E-Plus gründete im vorigen Jahr die Billigmarke Simyo und hatte damit gewagt, das bis dato hohe deutsche Preisgefüge zu unterwandern.

DÜSSELDORF. "E-Plus-Chef Uwe Bergheim sucht mit einem Feuerzeug im Gastank, ob noch neue Kunden übrig sind", schimpfte etwa der Chef des Konkurrenten O2, Rudolf Gröger.

Doch die Attacke hatte einen guten Grund: Die Goldgräberstimmung unter den Mobilfunkern ist längst vorbei - fast jeder Deutsche besitzt bereits ein Handy. Neue Kunden können die Anbieter fast nur noch gewinnen, wenn sie die der Konkurrenz abjagen. Folge: Um den Umsatz anzutreiben, setzen Mobilfunker nun auf aggressive Preisstrategien. Konnten sie sich einst auf branchenweit hohe Verbindungsentgelte stützen, steht ihnen jetzt ein Preiskampf bevor.

"Preiskampf ist ein Phänomen, das in allen gesättigten Märkten mit Überkapazitäten auftritt", erläutert Ekkehard Stadie von der Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners. Freie Kapazitäten hat die Mobilfunkbranche seit dem Ausbau des schnellen Datenübertragungs-Standards UMTS zuhauf. Je mehr Minuten die Betreiber verkaufen, desto höher sind ihre Einnahmen - ohne zusätzliche Kosten.

Mit der neuen Online-Marke Simyo bot erstmals in Deutschland ein Mobilfunker einen Einheitspreis von 19 Cent zu jeder Zeit und in alle Netze. Bis dahin herrschte in der Branche ein Wirrwarr von zig Minutenpreisen, die sowohl nach Wochentagen als auch nach Uhrzeiten variierten. Im Schnitt zahlten Verbraucher 35 Cent pro Minute.

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