Mobilfunk
Im Dschungel der Tarife

Die Wahl eines passenden Mobilfunkangebots ist schwierig. Dutzende Anbieter mit jeweils mehreren Tarif-Varianten tummeln sich am deutschen Markt. Abhängig vom Nutzertyp empfehlen sich unterschiedliche Tarifmodelle, die Kosten variieren teils deutlich.

leo DÜSSELDORF. Handelsblatt.com hat für Sie die wichtigsten Kriterien zusammengestellt:

Wenig-Telefonierer: Wer hauptsächlich mobil erreichbar sein will, selbst aber kaum zum Hörer greift, sollte ein Prepaid-Paket wählen. Vorteile: Die Kosten sind transparent, eine Vertragsbindung wird nicht eingegangen. Telefonate sind dafür im Vergleich zu festen Verträgen allerdings oft teurer. Man erwirbt mit der Mobilfunk-Karte ein Gesprächskontingent. Ist dieses verbraucht muss es nachgeladen werden. Das geht online oder durch zusätzliche Guthaben-Karten. Die vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 sowie Anbieter wie Tchibo haben günstige Prepaid-Pakete mit und ohne Handy im Programm. Ist kein Telefon notwendig, ist Simyo der Preisbrecher. Mit Prepaid-Karten ist man im Schnitt ein Jahr mobil erreichbar, spätestens dann muss nachgeladen werden – egal ob das Guthaben aufgebraucht ist. Sonst wird der Anschluss deaktiviert.

Normal-Telefonierer: Der durchschnittliche Mobilfunk-Nutzer telefoniert bis zu zwei Stunden pro Monat und sollte vor der Tarif-Wahl entscheiden, ob er wirklich alle zwei Jahre ein subventioniertes Handy haben will. Kommt man ohne aus, sind besonders die in den vergangenen Monaten auf den Markt gekommenen Discount-Angebote attraktiv. Hier wird typischerweise eine geringe monatliche Grundgebühr oder auch ein Mindesumsatz pro Monat sowie eine zweijährige Vertragsbindung verlangt. Im Gegenzug sind die Gesprächskosten überschaubar – bei Debitel, Phonehouse und Tchibo beispielsweise netzunabhängig 14 bzw. 15 Cent pro Minute. Auch die Prepaid-Tarife von Simyo und Tchibo rechnen sich bei Minutenpreisen von 19 bzw. 25 Cent ohne Vertragsbindung. Ist alle zwei Jahre ein subventioniertes neues Handy gewünscht, geht es ohne 24-monatige Vertragsbindung kaum – und es steigen auch die Fix-Kosten. In der Regel empfehlen sich dann Tarife mit festen Gesprächskontingenten pro Monat – beispielsweise 50 Minuten für 15 Euro. Weitere Minuten sowie Gespräche in andere Handy-Netze kosten allerdings fast immer extra – abhängig vom Anbieter 40 bis 60 Cent pro Minute. Vorreiter dieses Tarifmodells ist E-Plus mit Time & More. T-Mobile und Vodafone sowie viele Provider sind nachgezogen.

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Viel-Telefonierer: Wer rund um die Uhr in alle Netze und im Ausland extrem günstig telefonieren will und gleichzeitig Kunden-Service verlangt sowie regelmäßig Business-taugliche Handys benötigt, muss dies mit monatlichen Grundgebühren oder Mindestumsätzen in Höhe von 25 Euro und mehr erkaufen. Das rechnet sich erst, wenn etliche Stunden pro Monat telefoniert werden. Kommt es allein auf die günstigen Telefonate innerhalb Deutschlands an, sind dagegen die jüngst auf den Markt gekommenen Handy-Flatrates interessant. Beispielsweise telefoniert man bei Base von E-Plus für 25 Euro im Monat unbegrenzt netzintern und innerhalb des deutschen Festnetzes. Da können selbst klassische Festnetzanbieter kaum mithalten. Allerdings gibt es bei Base auch keine subventionierten Telefone.

Daten-Junkies: Downloads oder Internet-Trips kann man mit nahezu jedem Mobilfunktarif erledigen. Doch ohne Spezialtarif kostet bereits ein Megabyte an übertragenen Daten meist mehrere Euro. Das ist nichts für mobile Internet-Nomaden. Regelmäßige Datenübertragungen via Handy oder PC-Karte verlangen zusätzliche Volumen- oder Zeitpakete. Bei T-Mobile und Vodafone beispielsweise kostet ein Gigabyte Übertragungsvolumen (1000 MB) pro Monat rund 100 Euro. Billiger ist hier die Daten-Flatrate von E-Plus. Für knapp 40 Euro im Monat zusätzlich kann der Kunde unbegrenzt via Handy im Netz surfen.

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