Mobilfunkanbieter
E-Plus will Konkurrenz übertreffen

Der Mobilfunkanbieter E-Plus will nach deutlichen Zuwächsen im dritten Quartal 2006 schneller als die Konkurrenz wachsen. Die Mobilfunkumsätze sollten künftig weiter im zweistelligen Prozentbereich zulegen und damit stärker als bei den Wettbewerbern, sagte Unternehmenschef Michael Krammer am Dienstag in Düsseldorf.

dpa DÜSSELDORF/DEN HAAG. Deutliche Zuwächse erwartet die Tochter der niederländischen KPN auch bei den Kundenzahlen, die im abgelaufenen Quartal um 363 000 auf 12,22 Mill. kletterten. Dabei habe E-Plus von der Einführung von Zweitmarken wie Simyo und Base profitiert. "Wachstumstreiber sind klar die neuen Marken."

Gegen den Branchentrend erhöhte sich der operative Gewinn des drittgrößten deutschen Handy-Anbieters. Er stieg gegenüber dem Vorjahr von drei Mill. auf 75 Mill. Euro, während der Mobilfunkumsatz um elf Prozent auf 714 Mill. Euro wuchs. KPN hatte seiner deutschen Tochter im September einen Sparkurs verordnet, der den Abbau der Mitarbeiterzahl um zehn Prozent auf 2 600 vorsieht. Krammer prüft zudem die Auslagerung der Netztechnik. Anfang kommenden Jahres soll eine Entscheidung fallen, sagte er. Mit dem Sparprogramm reagierte E-Plus auf die Sättigung des deutschen Mobilfunkmarkts, die mittlerweile bei über 100 Prozent liegt. Der Gesamtmarkt wachse nicht mehr, sagte Krammer.

Der Manager bestätigte einen Medienbericht, wonach die Düsseldorfer mit 1 & 1 Internet im Vertrieb kooperieren. Die Tochter von United Internet ziehe in 20 E-Plus-Filialen ein und biete dort mit eigenen Mitarbeitern DSL-Anschlüsse an. KPN-Finanzvorstand Marcel Smits schloss einen Kauf eines Festnetzanbieters in Deutschland nicht aus. "Dies haben wir aber nicht oben auf der Liste", sagte er. KPN war unter anderem am DSL-Zugangsgeschäft von AOL Deutschland interessiert, das von Hansenet übernommen wurde.

Mit dem Ergebnisplus im dritten Quartal trug E-Plus zur positiven Entwicklung der Muttergesellschaft bei. Konzernweit stieg der Umsatz um 3,7 Prozent auf 3,04 Mrd. Euro und der Überschuss von 334 Mill. auf 349 Mill. Euro. Das Wachstum sei vom Handy-Geschäft getragen worden, womit die Rückgänge im Festnetzbereich mehr als ausgeglichen worden seien, sagte KPN-Chef Ad

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%