Mobilfunkbetreiber wollen Kinder schützen
Pornos und Gewalt sollen nicht aufs Handy

Vor dem Zugang zu gefährlichen Inhalten wie Pornografie, Volksverhetzung oder Gewaltverherrlichung per Handy wollen die deutschen Mobilfunkbetreiber Kinder und Jugendliche zukünftig schützen.

HB FRANKFURT. Wie die Mobilfunkanbieter wie T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2 am Montag in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, verpflichten sich die Konkurrenten in einem Verhaltenskodex, gefährliche Inhalte im Mobilfunk vor Kindern und Jugendlichen mit Hilfe technischer Mittel möglichst fern zu halten. So sollten in nicht allzu ferner Zukunft Eltern die Mobilfunk-Nummer ihrer Kinder registrieren lassen können, die dann für den Zugriff auf bestimmte für den Mobilfunk aufbereitete Internetinhalte gesperrt werden. Bei der Entwicklung eines solchen Dienstes sei die Branche schon recht weit, innerhalb der nächsten Wochen sollte das so genannte „Blacklisting“ möglich sein, sagte ein Sprecher von E-Plus. Deutschlands drittgrößter Netzbetreiber will in den nächsten Tagen einen Service einführen, bei dem Eltern die Handynummern ihrer Kinder zum Beispiel für teure 190er-Nummern sperren lassen können.

Als weiteres Instrument streben die Mobilfunkanbieter an, bestimmte Inhalte, zum Beispiel im Bereich Erotik, nur volljährigen Personen zugänglich zu machen. Dafür müsse das Alter des Nutzers aber zuverlässig geprüft werden, der dann für den Zugang auf bestimmte Angebote ein Passwort erhalte. Bisher gebe es in Deutschland noch keine für den mobilen Zugang aufbereiteten Erotikseiten, erläutert der E-Plus-Sprecher. Dennoch müssten sich die Mobilfunkbetreiber auf diese Entwicklung vorbereiten, ergänzt Stefan Zuber, Sprecher von O2 Germany. „Wir wollen den Mobilfunk möglichst sauber halten. Damit nicht etwas in Verruf gerät, das viel Nutzen bringen kann.“

Jugendschutzbeauftragte sollen sich künftig bei den Mobilfunkanbietern um das Thema kümmern - zum Beispiel auch darum, wie der Jugendschutz beim Downloaden von Filmen und Spielen mit dem Handy berücksichtigt werden kann. Bei der Nutzung von Chatrooms setzen die Mobilfunkanbieter auf die freiwillige Kontrolle durch die Chatroom-Betreiber.

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