Mobilfunkbranche bläst zum Angriff: Apples iPhone bekommt Konkurrenz

Mobilfunkbranche bläst zum Angriff
Apples iPhone bekommt Konkurrenz

Nachdem der Computerbauer Apple im vergangenen Monat mit großem Medienecho sein neues iPhone vorgestellt hat, blasen die großen Musikverlage und 23 Mobilfunkkonzerne zum Gegenangriff. Sie wollen Apples Musik-Handy mit einem gemeinsamen Musikdienst für Mobiltelefone den Wind aus den Segeln nehmen.

HB BARCELONA. MusicStation soll bereits im zweiten Quartal und damit vor der Markteinführung des iPhone freigeschaltet werden, wie Rob Lewis, der Gründer des britischen Unternehmens Omnifone am Sonntagabend sagte. Der Dienst soll auf drei von vier Mobiltelefonen funktionieren und damit bis Ende des Jahres mehreren Mill. Kunden zur Verfügung stehen. Insgesamt könnten so deutlich mehr Menschen den neuen Dienst nutzen als Apples neues Handy. Der US-Konzern peilt an, 2008 zehn Mill. der neuen Geräte zu verkaufen.

Handys können zwar schon seit längerem Musik abspielen - doch bislang waren die Mobilfunkanbieter kaum an diesem Geschäft beteiligt. Die Nutzer luden vielmehr Musik von CDs auf ihre Telefone oder tauschten die Songs über das Internet. Lediglich mit Klingeltönen wurde etwas mehr Geschäft gemacht. Doch das soll sich nun ändern. Für einen Festpreis von 2,99 Euro je Woche könnten die Kunden unbegrenzt Musik herunterladen, sagte Lewis, dessen Unternehmen den Dienst ins Leben rief. Im Schnitt sollen rund 1,2 Mill. Songs im Angebot sein.

Die Software soll auch bei solchen Mobiltelefonen funktionieren, die ursprünglich nicht als Musik-Handys gedacht waren. Das iPhone vereint dagegen ein Handy und ein tragbares Musikabspielgerät und ist damit darauf ausgelegt, Musik abzuspielen. Das Gerät ist jedoch zum Ärger der Mobilfunkanbieter mit Apples Online-Musikshop iTunes abgestimmt. „Apple wird Musik verkaufen, ohne dass die Mobilfunkfirmen ein Stück von diesem Kuchen erhalten“, sagte Lewis. Weil der Markt gerade in Europa gesättigt ist, können die Firmen im Telefoniergeschäft kaum noch wachsen. Um im Wettbewerb bestehen zu können, sind sie daher auf Alternativen wie digitale Musik oder Internet-Angebote angewiesen.

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