Mobilfunkkonzern ändert Strategie
Die Metamorphose von Vodafone

Wie die Zeiten sich ändern: Wenn Klaus Esser und Chris Gent ihren legendären Übernahmekampf von vor mehr als sechs Jahren heute noch einmal austragen müssten, hätten vermutlich die Mannesmänner die Oberhand behalten. Denn der Streit der beiden Topmanager war auch ein Streit über die richtige Strategie.

dpa DüSSELDORF. Während Vodafone auf den reinen Mobilfunk setzte, machte sich Mannesmann für eine integrierte Geschäftsausrichtung von Mobilfunk und Festnetz stark. Inzwischen haben die Nachfolger von Gent bei Vodafone längst erkannt: In gesättigten Märkten ist mit Mobilfunk allein kein Staat mehr zu machen.

Der weltweite Marktführer spürt mit zunehmender Sättigung der Märkte vor allem in Europa, dass hohe Wachstumsraten in diesen Regionen der Vergangenheit angehören. Gleichzeitig wird zunehmend klar, dass das vielfach totgesagte Festnetz mit Breitbandanschlüssen (DSL) zur schnellen Autobahn ins Internet keineswegs überflüssig geworden ist. Hinzu kommt, dass die UMTS-Mobilfunktechnik zwar aufgebaut ist und entsprechende Dienste über diese Netze laufen. Aber von einem Massengeschäft ist UMTS mit einem Umsatzanteil von mehr oder weniger fünf Prozent noch weit entfernt. Den Mobilfunkern ist die Wachstumsstory abhanden gekommen, diagnostizieren Börsianer.

Auch in der Sprachtelefonie erweist sich das Festnetz als hartnäckiger, als von manchen Experten prophezeit: "Rund 80 Prozent der Minuten werden auch heute noch über das Festnetz abgewickelt", räumt der Chef von Vodafone-Deutschland, Friedrich Joussen ein. Und er gibt die Devise aus: "Wir folgen dem Bedarf der Kunden". Dabei werde der Mobilfunk als Alternative zum Festnetz immer attraktiver. Auch andere Betreiber haben die Zeichen der Zeit erkannt und blasen zum Angriff auf das Festnetz.

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