Mobilfunkkonzern führt neue Technik ein
Vodafone prescht im UMTS-Rennen vor

Der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone will die milliardenteure UMTS-Technik ab Montag in Deutschland einführen. Damit startet Vodafone als erster der vier Mobilfunkbetreiber auf dem hiesigen Markt. Bis Mitte März werde die UMTS-Technik in mehreren europäischen Ländern zur Verfügung gestellt, darunter Spanien, Italien und Schweden. Das teilte der britische Konzern gestern mit.

HB/slo DÜSSELDORF. Allerdings hat die drahtlose Multimediawelt bei Vodafone noch enge Grenzen: Das Unternehmen verkauft zunächst nur UMTS-Datenkarten für tragbare Computer und spricht damit in erster Linie Geschäftsleute an. Mobiltelefone werden voraussichtlich erst im Herbst folgen, weil sie noch nicht die geforderte Qualität haben. Dennoch begrüßte die Börse den eingeschränkten Start in die neue Mobilfunk-Ära. Der Aktienkurs von Vodafone legte gestern gegen den Markttrend zu - trotz der sich verdichtenden Spekulationen, Vodafone werde für die US-Mobilfunkgesellschaft AT&T Wireless bieten. In den vergangenen Tagen hatten diese Gerüchte den Aktienkurs eher belastet.

In Deutschland kommt Vodafone vor den Konkurrenten T-Mobile, E-Plus und O2 auf den Markt. In Europa sind die Briten der zweite UMTS-Anbieter nach dem Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa, der vor knapp einem Jahr diese Technik in Betrieb nahm. Das Ergebnis ist für die Hongkonger bisher aber enttäuschend: Das Unternehmen verfehlte seine Kundenziele trotz hoher Zuschüsse für UMTS- Mobiltelefone und deutlicher Preissenkungen bei den Diensten. Analysten erklären das in erster Linie mit technischen Problemen von UMTS, der schlechten Qualität der Handys sowie der ohnehin begrenzten Auswahl an Endgeräten.

Vodafone umgeht einen Teil dieser Probleme, da es sich am Anfang auf den Verkauf von Datenkarten für Laptop-Nutzer beschränkt. Weil solche Nutzer sich in der Regel nicht von der Stelle bewegen, merken sie die Schwierigkeiten beim Zusammenspiel von UMTS mit der etablierten Mobilfunktechnik nicht. Experten erwarten, dass diese technischen Probleme in den nächsten Monaten gelöst werden. Die Mobilfunkgesellschaften wollen spätestens vor Weihnachten auch UMTS-Mobiltelefone im größeren Stil verkaufen.

Mit ersten UMTS-Angeboten für tragbare Computer wollen die drei Vodafone-Konkurrenten in Deutschland aber früher nachziehen. Sie werden diese Technik nach Einschätzung von Branchenkennern voraussichtlich Mitte März bei der Technologiemesse Cebit erstmals anbieten.

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