Mobilfunknetzbetreiber sind alarmiert
Airdata bietet UMTS ohne Lizenz an

Es klingt wie eine Ironie des Schicksals: Ausgerechnet Wolfgang Keuntje, der ehemalige Chef der Telekom-Tochter T-Online, macht dem Konzern auf einem der wichtigsten Wachstumsfelder Konkurrenz: bei der Mobilfunktechnik UMTS, die das Surfen im Internet von unterwegs aus schneller und bequemer machen soll.

STUTTGART. Keuntje ist der Erste, der in Deutschland mit UMTS gestartet ist – nicht nur, um die Technik zu testen wie die Mobilfunkbetreiber, sondern um UMTS-Dienste auch kommerziell zu vermarkten. Der designierte Airdata-Chef hat ein Mobilfunknetz hochgezogen, das eine Variante des UMTS-Standards nutzt. Damit bietet Airdata schnellen Internetzugang via Funk an.

Den Begriff UMTS nimmt Keuntje aber nicht in den Mund. Er nennt sein Produkt: „Portable DSL“, denn es bietet Übertragungsraten, wie man sie von der DSL-Technik im Festnetz kennt – dafür aber drahtlos. „Es wäre politisch nicht korrekt, das Ganze UMTS zu nennen“, sagt Keuntje, schließlich habe Airdata keine der milliardenteuren UMTS- Lizenzen ersteigert. Nein, Airdata hat viel günstigere Funklizenzen – ursprünglich gedacht für das teure und eher unflexible WLL

Doch auf dem Frequenzband lässt sich auch via UMTS funken – mit einer Einschränkung: Die Technik – geliefert von IP Wireless und Alcatel – ist auf Grund von Lizenzauflagen nicht mobil. Kunden können nicht mit dem Laptop surfend durch die Gegend fahren, sondern müssen in einer Funkzelle bleiben.

Seit dem Start des Dienstes Ende Oktober hat Keuntje 200 Kunden gewonnen. Er bietet seinen Dienst derzeit nur in Stuttgart an. Andere Städte, zunächst in Baden-Württemberg, sollen folgen. Dafür verhandelt das Unternehmen mit potenziellen Partnern, denn es versteht sich als Netzbetreiber, die Vermarktung überlässt es anderen.

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