Mobilfunkprovider Debitel
Handy-Verkauf übers Internet läuft schleppend an

Der Verkauf von Handy-Verträgen über das Internet läuft nach Angaben des Mobilfunkproviders Debitel schleppender an als erwartet.

dpa STUTTGART. "Der Discountmarkt in Deutschland entwickelt sich noch", sagte der Geschäftsführer der Billigmarke Debitel light, Jörg Kühnapfel, am Donnerstag in Stuttgart der Finanz- Nachrichtenagentur dpa-AFX. Auch wenn die Kundenzahlen bislang unter den Erwartungen liegen, rechnet er mittelfristig mit einem Absatzboom.

Die Kunden müssten sich erst noch an das junge Geschäftsfeld gewöhnen, in dem SIM-Karten ohne ein Mobiltelefon verkauft werden, sagte Kühnapfel. In der Regel subventionieren deutsche Mobilfunkunternehmen Handys mit rund 200 Euro. Anbieter wie debitel light und Simyo (E-Plus) verzichten auf Handy-Zuschüsse und können daher deutlich günstigere Tarife anbieten. Experten erwarten, dass in den kommenden Monaten 30 bis 40 neue Billiganbieter in Deutschland starten werden. "Der Markt wird sich aber bereinigen und am Ende werde drei oder vier nennenswerte Spieler verbleiben", meinte Kühnapfel. Debitel light werde dazu gehören.

Die Kundenzahl von debitel light liegt laut Kühnapfel im unteren fünfstelligen Bereich, soll aber in den kommenden Monaten kräftig steigen. Ursprünglich habe er mit mehr gerechnet. "Bis zum Januar wollen wir nun die Marke von 100 000 Kunden durchbrechen", sagte er. "Damit sind wir die Nummer zwei hinter Simyo." Die E-Plus-Tochter Simyo hat seit dem Start Ende Mai nach Angaben aus Branchenkreisen über 250 000 Kunden unter Vertrag genommen.

Impulse verspricht sich Kühnapfel von zusätzlichen Ausgaben für Werbung und der Zusammenarbeit mit den Handelsketten Mediamarkt und Saturn. "Wir verhandeln auch mit Aldi und Lidl." Die Discounter drängen in das Mobilfunkgeschäft, haben bislang aber noch keinen Partner ausgewählt.

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