Mobilfunkunternehmen
Kampf gegen Gewaltvideos auf Handys

Die führenden deutschen Mobilfunkunternehmen gehen gemeinsam gegen Gewalt- und Pornovideos auf Handys von Kindern und Jugendlichen vor. Auf Initiative des rheinland-pfälzischen Jugendministeriums unterzeichneten die Unternehmen dazu eine freiwillige Selbstverpflichtung.

dpa MAINZ. Die Vereinbarung wurde am Mittwoch in Mainz vorgestellt. Demnach sperren die Anbieter T-Mobile, O2, E-Plus, Vodafone, Mobilcom, Talkline und Debitel den Internetzugang der Handys von Kindern und Jugendlichen komplett, wenn deren Eltern das wünschen. So könne verhindert werden, dass jugendgefährdende Inhalte heruntergeladen und verbreitet werden.

Auch die direkte Datenübertragung von Handy zu Handy mit dem System Bluetooth soll für Minderjährige blockiert werden. Dann können diese beispielsweise auch keine selbst gedrehten Videos mehr tauschen. Ohne diese Sperren ist es Jugendlichen möglich, unter anderem Gewaltvideos und pornografische Aufnahmen auf ihre Mobiltelefone zu laden und zu verschicken.

Die bundesweite freiwillige Selbstverpflichtung ist das erste Ergebnis eines Runden Tisches, den die rheinland-pfälzische Jugendministerin Doris Ahnen (SPD) im vergangenen Jahr für mehr Jugendschutz bei Handys ins Leben gerufen hatte.

Gemeinsam mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia (FSM) wollen die Mobilfunkunternehmen auch den Gefahren bei der Handynutzung vorbeugen. Die Anbieter wollen in den kommenden Monaten dazu kostenlose Telefonhotlines und Informationsportale im Internet einrichten. „Da es in erster Linie die Eltern sind, die unsere Vertragspartner sind, müssen wir ganz besonders bei ihnen die Medienkompetenzen erweitern und über die Gefahren bei der Handynutzung aufklären“, sagte Vodafone-Vorstandsmitglied Bernd Pill.

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