Mobilkfunker verschärft Angriff aufs Festnetz
E-Plus schafft die Grundgebühr ab

Deutschlands drittgrößter Mobilfunknetzbetreiber E-Plus führt einen Vertragskundentarif ohne Grundgebühr ein und verschärft damit den Angriff auf das Festnetz. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen den Markt mit Base und Simyo den Markt kräftig in Bewegung gebracht.

HB DÜSSELDORF. "Wir wollen, dass die Kunden in Deutschland noch öfter und länger zum Handy greifen", sagte der neue E-Plus-Vorstandschef Michael Krammer am Donnerstag in Düsseldorf. Krammer will mit dem Tarif aber auch die Kernmarke E-Plus stärken, nachdem sich der Düsseldorfer Anbieter seit gut einem Jahr auf seine Mehrmarkenstrategie konzentriert und etwa die Flatrate-Marke Base und den Billiganbieter Simyo an den Markt gebracht hatte.

Bei dem neuen Tarif "CleverOne" entscheidet sich der Kunde für ein monatliches Paket für 15, 25 oder 45 Euro und telefoniert rund um die Uhr zum gleichen Preis. Dabei fällt unabhängig vom gewählten Paket für Gespräche im eigenen Netz eine Gebühr von einem Cent die Minute an. Im teuersten Paket gilt dieser Preis auch für Gespräche ins Festnetz. Damit könnten für 45 Euro im günstigsten Fall 4 500 Minuten abtelefoniert werden, erklärte das Unternehmen. Ansonsten kostet der Anruf ins Festnetz 19 oder 29 Cent die Minute. Für Gespräche in andere Mobilfunknetze werden je nach Paket 19, 29 oder 39 Cent fällig. Die Minutenpreise gelten auch dann, wenn das Volumen des Pakets überschritten wird.

Mit Simyo, Base sowie Aldi Talk und weiteren Partnermarken hat E-Plus bis Ende März 2006 bislang über 2 Millionen Kunden gewonnen und damit nach eigenen Angaben gegen den Branchentrend an Wachstum zugelegt. Mehr als ein Jahr nach dem Start von Simyo greift die Produktmarke E-Plus mit CleverOne nun das traditionelle Postpaid-Segment der Strukturtarife an. Auch subventionierte Handys gehören zu dem Angebot: zum Start steht das Sony Ericsson K800i im Fokus der Vermarktung.

Das neue Angebot ist nach Darstellung des Unternehmens einmalig am Markt. Zwar gibt es bei E-Plus und den Konkurrenten bereits Tarife ohne Grundgebühr. Doch hierbei erwirbt der Kunde Minutenpakete. Sind diese Kontigente aufgebraucht, gilt ein höherer Preis pro Telefonminute. Bei CleverOne hingegen bleibt dieser Preis gleich, auch wenn der Mindestumsatz überschritten wird.

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