Mobiltelefone
Nokia und Motorola verkaufen mehr Handys

Die weltgrößten Handy-Hersteller Nokia und Motorola haben im zweiten Quartal von der starken Nachfrage nach Mobiltelefonen profitiert und ihren Gewinn kräftig gesteigert.

dpa HELSINKI/SCHAUMBURG. Dabei konnte der US-Konzern seinen Weltmarktanteil spürbar um 4,3 Prozentpunkte auf 22 Prozent ausbauen und den Abstand zum finnischen Konkurrenten verringern. Nokia bleibt aber weiter deutlich vorn, auch wenn der Marktanteil um einen Prozentpunkt auf 34 Prozent sank.

Die Finnen verkauften zwischen April und Juni 78,4 Mill. Handys - 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn stieg um 42 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Helsinki mitteilte. Der Umsatz kletterte um 22 Prozent auf 9,81 Mrd. Euro. Die Zuwächse kamen vor allem aus dem Handy- Geschäft, in dem die Erlöse um rund ein Fünftel anzogen. Im laufenden Quartal werde der Marktanteil auf dem bisherigen Niveau bleiben, hieß es.

US-Konkurrent Motorola meldete für das zweite Quartal einen Rekordabsatz bei Handys. Motorola verkaufte zwischen April und Juni 51,9 Mill. Mobiltelefone - rund 53 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss in Schaumburg mitteilte. Der Handy-Boom - besonders die extrem flachen "Razr"-Modelle wurden stark nachgefragt - bescherte den Amerikanern einen Gewinnschub. Der Quartalsüberschuss wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48 Prozent auf 1,38 Mrd. Dollar. Der Umsatz stieg um 29 Prozent auf den Rekordwert von 10,88 Mrd. Dollar und übertraf damit die Analystenprognosen.

Für das Gesamtjahr rechnet Nokia unverändert mit einem weltweiten Absatz von 915 Mill. Handys. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät werde aber weiter unter Druck bleiben, da die Nachfrage vor allem aus Schwellenländern komme. Im zweiten Quartal sank der durchschnittliche Verkaufspreis bei Nokia gegenüber dem Vorjahr um 3 Euro auf 102 Euro.

Motorola will im laufenden dritten Quartal 20 bis 23 Prozent mehr umsetzen als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern peilt Erlöse zwischen 10,9 und 11,1 Mrd. Dollar an. Dieses Wachstum dürfte erneut vor allem aus dem Geschäft mit mobilen Geräten kommen.

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