Moto Z im Test: Der Transformer unter den Smartphones

Moto Z im Test
Der Transformer unter den Smartphones

Das Moto Z ist ein äußerst wandelbares Smartphone: Mit verschiedenen Aufsätzen macht Hersteller Lenovo es zum Beamer, zur Box oder zur Digitalkamera. Doch reicht das, um gegen Apple und Samsung zu bestehen?
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DüsseldorfIn deutschen Supermärkten gehört der Satz „Darf es noch etwas dazu sein?“ längst zum Standard. Bald könnten auch Smartphone-Verkäufer im Beratungsgespräch um diese Phrase nicht verlegen sein. Denn mit dem Moto Z bringt Lenovo nun eines der ersten Smartphones auf den Markt, das sich mit einer umfangreichen Auswahl an Extras aufrüsten lässt.

„Mods“ hat der Hersteller sein Angebot an modularen Aufsätzen getauft, mit denen sich die Funktionen des Android-Smartphones erweitern lassen. Mit magnetischer Hilfe werden sie an der Rückseite des Gerätes angebracht. Lenovo ist nicht der einzige Hersteller, der über solche Erweiterungen nachdenkt, aber derjenige, der das Modularkonzept am konsequentesten verfolgt.

Die Idee klingt nur logisch: Denn seit Jahren geraten die Konstrukteure bei ihren Entwürfen an natürliche Grenzen. Smartphones sollen einerseits immer flacher und leichter werden, andererseits immer leistungsfähiger. Der Kamerazoom musste darum digital immer weiter hochgeschraubt werden, für die Resonanz der Box blieb immer weniger Platz und einige Hersteller verzichten deswegen mittlerweile sogar auf einen Anschluss für Kopfhörer. Doch ist der Kunde wirklich bereit, für Extras zu zahlen?

Mit einem Preis von rund 700 Euro begibt sich Lenovo ohnehin schon selbstbewusst in die Champions League der Smartphones – und konkurriert direkt mit dem Apple iPhone 7 und dem Samsung Galaxy S7. Wer da mitspielen will, muss schon einiges mitbringen.

Mit dem Moto Z liefert Lenovo die Qualität, die man vom Hersteller gewöhnt ist. Das Smartphone ist sehr gut verarbeitet. Das 5,5 Zoll Display liefert mit seiner QHD-Auflösung ein brillantes Bild. Und mit seinem Quadcore-Prozessor und 32 Gigabyte Speicher, die sich über eine SD-Karte erweitern lassen, muss sich das Moto Z auch leistungstechnisch nicht verstecken. Leider reicht die Batterie nicht für einen ganzen Tag. Das macht angesichts der schnellen Ladung aber nichts. In einer halben Stunde sind 80 Prozent des Akkus wieder voll, wenn an einer Steckdose geladen wird. Ab dem vierten Quartal soll das Moto Z auch softwaremäßig Vorreiter sein. Dann läuft es auf Android 7.0 Nougat.

Darüber hinaus ist das Moto Z ohne Aufsatz mit fünf Millimetern extrem flach. Trotzdem ist ratsam, die Rückseite mit einer von derzeit sechs verfügbaren Style Shells (ab 20 Euro) zu verkleiden und damit wieder etwas breiter zu machen. Denn die glatte Rückseite ist nicht nur sehr empfindlich bei Fingerabdrücken, auch die Kontakte, an denen die Mods angebracht werden, liegen sonst offen. Da wäre es nicht ratsam, das Handy beispielsweise mit einem Schlüssel in einer Tasche aufzubewahren. Sonst werden auch die bislang vier verfügbaren Erweiterungen nicht funktionieren.

Für satte 350 Euro lässt sich das Smartphone zum Projektor umbauen. Der Bildschirm wird über einen Mini-LED-Beamer an die Wand projiziert – auf eine Größe von bis zu 70 Zoll. Die eingebaute Batterie reicht für eine Stunde. Allerdings funktioniert das System schon wegen seiner Größe nur in abgedunkelten Räumen wirklich zuverlässig. Ist es zu hell, ist zu wenig zu erkennen. Kleine, externe Mini-Beamer sind genauso leistungsfähig und in der Regel deutlich günstiger.

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Der Transformer unter den Smartphones

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Gemeinsamkeit mit dem iPhone 7: ein Anschluss fehlt

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  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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