Motorola Slvr
Schicke Flunder aus den USA

Ich bastle mir einen Welterfolg: Man nehme ein Motorola "Razr" Klapphandy, öffne es und haue es mit dem Hammer platt. Fertig ist ein "Slvr" - gesprochen "Sliver". Aber lässt sich das coole Image des Flachmann-Trendsetters "Razr" wirklich so einfach auf ein normales Brikett-Handy kopieren? Die Teststrecke hat sich die 11,5 mm schlanke Flunder mal genauer angesehen.

HB DÜSSELDORF. Das jüngste Motorola Design-Phone mit dem glitschigen Namen und dem metallisch-kühlen Look soll das so genannte "Schokoriegel-Format" aufmischen. Hier liegen in der Käufergunst noch immer einsam Nokia-Geräte wie etwa 6670 oder 6630 an der Spitze der Käufergunst.

Positiv: Das "Slvr" macht auf den ersten Blick einen ausgesprochen wertigen Eindruck. Metallgehäuse, hochauflösendes Farbdisplay mit kratzfestem Glas (da könnte auch Apple mit seinem "iPod nano" noch was lernen), die vom Razr bekannte folienartige Tastatur mit dezenter blauer Hinterleuchtung. Das wirkt schon. Absolut praxisorientiert ist das eingebaute Bluetooth. Das bietet echten Mehrwert, ebenso wie der standardisierte Mini-USB-Anschluss. Das wollen die Käufer heute sehen.

Negativ: Absolut spartanisch ist der Lieferumfang. Es gibt keine Synchronisationssoftware für Outlook und nicht mal ein einfaches Headset. Schmerzlich vermisst wird die optionale TransFlash-Speicherkarte um den internen Winz-Speicher von 5 MB etwas aufzubohren. Ohne Zusatzspeicher ist aber weder der MP3-Player noch die eher durchschnittliche VGA-Kamera - ohne Blitz oder Fotolicht - sinnvoll nutzbar. - Alles muss extra erworben werden. Mit Zubehör und einer 64 MB-Karte erreicht das Scheibletten-Handy schnell den Preis für ein gut ausgestattetes Nokia 6630, das als Dreingabe aber noch UMTS bietet und eine 1,2 Megapixel-Kamera.

Störend ist beim "Slvr" das Fehlen einer automatischen Tastensperre z.B. nach zehn oder 30 Sekunden. Das Telefon schnell vom Tisch gegriffen und in der Tasche versenkt? Das kann ungeahnte Auswirkungen auf die Telefonrechnung haben, wenn man nicht manuell das Tastenfeld ausgeschaltet hat. Das kann Nokia besser.

Die Menüführung wurde vom Vorbild "Razr" übernommen - Warum ändern, wenn's gut ist. Der eingebaute Lautsprecher ist kräftig und von guter Qualität und das gleiche gilt für das Mikrofon. Die Gesprächspartner am anderen Ende berichteten jedenfalls durchweg über eine saubere und verständliche Sprachqualität.

Seite 1:

Schicke Flunder aus den USA

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%