Movie Station
Datentresor fürs Wohnzimmer

Die "Movie Station" ist eine interessante Alternative zur klassischen externen Festplatte. Sie bunkert nicht nur bis zu 500 Gigabyte und dient damit der Datenrettung, sondern gibt auch Musik, Fotos und Videos auf dem TV-Gerät oder der Musikanlage wieder.

DÜSSELDORF. Das kennen wir doch: "Wer sichert, ist feige". Echte Männer und furchtlose Schmalspur-Administratoren lassen es drauf ankommen, wie lange die Festplatte im Billig-PC noch bis zum Crash mitmachen wird. Das Bewusstsein für die - oft unersetzlichen ideellen - Werte auf unseren Festplatten ist in keiner Weise mit dem Gebrauch von Computern gestiegen. Sollte es aber.

Als interessante Alternative zur klassischen externen Festplatte zur Datenrettung bietet sich die "Trekstor movie station maxi.tu" an. Sie bunkert, je nach Ausführung, nicht nur 250 bis 500 Gigabyte Daten(180 bis 250 Euro), sondern gibt Musik, Fotos und Videos auch ohne PC auf dem TV-Gerät oder der Musikanlage wieder. Die "Movie Station" hat ein kompaktes, edel geschwärztes Aluminiumgehäuse und fügt sich optisch gut in jedes Wohnzimmerregal ein. Im umfangreichen Zubehör ist neben Audio- und Videokabeln eine Infrarot-Fernbedieung enthalten. Absolutes Highlight ist die völlige Laufruhe des lüfterlosen Datentresors. So macht Musikhören von der Platte Spaß.

Am PC verhält sich das Gerät wie eine normale USB-Festplatte und wird auch so unter Windows angezeigt - OS.X ab 10.3 und Linux werden auch unterstützt. Der Datendurchsatz mit USB 2.0 ist gut, über 600 Megabyte MP3-Musik wurden in etwas mehr als einer Minute auf die Platte geschaufelt.

Schwachpunkt der "Movie Station" ist die Multimedia-Software. Die Bedienoberfläche wirkt zwar aufgeräumt, aber von Komfort keine Spur. Mit der Fernbedienung wird umständlich durch die Festplatten-Ordner navigiert. Für Bilder (nur .jpg) gibt es keine Vorschaufunktion, die Diashow läuft nur ohne Musikuntermalung. Alles ist sehr puristisch gehalten, eben eine reine Computer-Oberfläche.

Die Bildqualität war auf einem 42"-HD-Plasma von NEC durchweg gut, erreichte aber nicht die Qualität eines zum Vergleich installierten Apple TV. Im HD-Modus 1080i wurden einige Fotos nicht angezeigt, die in anderen Modi tadellos funktionierten. An Video-Codecs "frisst" der Trekstor alles, was heute so auf dem Markt ist, aber nur ohne Kopierschutz.

Fazit: Externe Datensicherung muss sein. Das beherrscht die Trekstor-Station tadellos. Die Multimedia-Fähigkeiten sind allerdings ziemlich dünn. Auf jeden Fall ersetzen sie kein echtes Mediacenter oder eine Abspielstation wie Apple TV oder einen Media-PC-Extender wie die (zu laute) Xbox360. Aber um die 2 000 Digitalfotos vom Mallorca-Urlaub mal schnell zum Grillabend bei Frenden mitzunehmen und vorzuführen, da reicht es alle mal.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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