MTS und Vimpel-Com glänzen mit Gewinnsprüngen
Russlands Mobilfunkkonzerne wachsen mit hohem Tempo

Russlands führende Mobilfunkkonzerne glänzen durch enormes Wachstum und stark steigende Gewinne.

mbr MOSKAU. So konnte Mobile Telesystems (MTS), Osteuropas größter Handynetzbetreiber, laut der gestern vorgelegten Bilanz Umsatz und Gewinn für das vorige Jahr deutlich stärker steigern als von Analysten erwartet: Der Umsatz des Unternehmens, an dem die Deutsche Telekom mit 25 % beteiligt ist, wuchs 2003 um 87 % auf 2,55 Mrd. $, der Nettoertrag stieg um 86,6 % auf 152,7 Mill. $.

Bereits vorige Woche meldete der zweitgrößte Mobilfunker Vimpel-Com einen Rekord: Der Umsatz des Verfolgers, an dem die norwegische Telenor und die Moskauer Alfa-Gruppe beteiligt sind, stieg 2003 um 73,8 % auf 1,34 Mrd. $ und der Reingewinn um 80,6 % auf 129,6 Mill. $. Beide Unternehmen konnten die Abonnentenzahl im vergangenen Jahr deutlich erhöhen: So steigerte MTS die Zahl seiner Kunden in Russland, der Ukraine und Weißrussland von 6,64 Millionen auf 16,72 Millionen. Vimpel-Com hat mit 11,44 Millionen Kunden doppelt so viele wie im Vorjahr (5,12 Millionen).

Für die gesunde Substanz der Unternehmen spricht, dass die Gewinne weiter wuchsen, obwohl der Umsatz pro Kunde bei Vimpel im Jahresdurchschnitt von 18,30 $ auf 13,60 $ sank. Bei MTS ging er von 22,90 $ auf monatlich 17,10 $ zurück.

Beide Konzerne meldeten weiter stark steigende Nutzerzahlen. Zwar haben schon jetzt laut dem russischen Mobiltelefon-Vertreiber Euroset 35,8 Millionen der 147 Mill. Russen ein Handy, in diesem Jahr werde die Zahl der Mobilfunker aber auf 55,9 Millionen steigen. Das treibt die Kurse der Telekom-Aktien: Sie haben seit Jahresbeginn mit einem Plus von 52,1 % (MTS) und 33,7 % (Vimpel) weit stärker zugelegt als der Moskauer RTS-Index (+27,3 %).

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