N95 8GB
Zweiter Aufguss

Ok, heute ist i-Day bei T-Mobile und Vodafone will mit dem brandneuen "Qbowl" (wer ist nur auf den Namen gekommen!) einen Schluck aus der Schüssel nehmen. Aber was machen die ganz Unaufgeregten? Die warten locker, bis sich die Staubwolken wieder gelegt haben - und holen sich ein Nokia N95 8GB.

Teuer ist das Nokia N95 8GB, aber ohne Zwangsverträge wie bei iPhone und Qbowl, und der lebende Beweis, dass der zweite Aufguss der bessere sein kann.

Toll sieht es aus in seinem neuen schwarzen Kleid. Nach dem Auspacken gefiel sofort, dass das Gehäusegeklapper verschwunden ist, das den Test des Vorgängers N95 getrübt hatte. Der Doppelslider flutschte satt und stramm in den Führungsschienen auf und ab. Der Zusatz "8GB" verrät, was die größte Neuerung ist: Der Speicher wurde von vier auf acht Gigabyte erweitert. Dafür sucht man jetzt einen Einschub für eine Speicherkarte.

Nun ja. Das bei praktisch unveränderten Maßen vergrößerte Display tröstet über diese Schwäche hinweg. Der Displayschlitten wurde verbreitert, so dass er bündig mit dem Unterteil abschließt, die Tasten auf der Vorderseite wurden gestaucht. Der gewonnene Platz wurde gut genutzt: Videos auf dem vergrößerten Bildschirm sind kontraststark - ein großes Plus gegenüber dem Vorgänger.

In der Praxis macht sich die Schrumpfkur der Bedienelemente kaum bemerkbar. Die Auswahl erfolgt zielsicher und ohne Gefummel. Nach Druck auf die Rautetaste lassen sich die wichtigsten Anwendungen wie in einem Karteikasten durchflippen. Spartanisch animiert, aber funktionell.

 Software-Alternativen: Nahezu alles, was ein PC an Programmen bieten muss, gibt es kostenlos im Netz

Das 8GB protzt wie sein Vorgänger mit multimedialer Vollausstattung und legt sich auch auf Telekommunikationsseite voll ins Zeug. Quadband-Telefon, W-Lan, UMTS und GPS-Navigation. Neu ist die schnelle Positionsbestimmung per A-GPS. Dabei wird über die Funkzelle schon grob der Standort vorbestimmt, was die Suche nach GPS-Satelliten deutlich verkürzt.

Mehr ist derzeit auch in einem als Telefon getarnten PC nicht zu bekommen. Während des Tests schien der Akku länger zu halten als beim eher müden Vorgänger. Aber letztlich hängt das sowieso sehr stark von der individuellen Nutzung ab.

Das Gerät arbeitete ziemlich flott, nur selten gab es unschöne Pausen bis eine neue Anwendung gestartet war. In Punkto E-Mail und Internet hat sich nichts gravierend geändert.

Fazit: Das N95 8GB ist mit seiner Tastatursteuerung heute schon ein Klassiker unter den Smartphones. Was aber Ausstattung und Preis-Leistungsverhältnis angeht, ist es den coolsten Zeitgeist-Phones noch weit überlegen.

  • Daten-Protokolle:

    GPRS/UMTS/HSDPA
  • Display:

    320 x 240, 16 Mill. Farben
  • Tastatur:

    12er Block, T9-Eingabehilfe, extra Mediatasten
  • Betriebssystem:

    Symbian 9.2, Oberfläche S60
  • Speicher:

    8 GB / - (int/ext)
  • Audio-Player:

    MP3, AAC/AAC+, eAAC+, WMA/M4A
  • Video-Player:

    MPEG4
  • Kamera:

    5 Megapixel + 2. Kamera für Videotelefonie
  • Anschlüsse:

    USB, Bluetooth, WLan, IR
  • PC-Verbindung:

    Nokia PC Suite
  • Software (Auswahl):

    Terminverwaltung, Kalender, E-Mail-Client
  • Besonderheiten:

    GPS-Modul integriert, Radio, N-Gagespieleplattform, Spiderman-Film vorinst.
  • Sprechzeit (lt. Herst.):

    max. 210 Min. UMTS, max. 300 Min. GSM
  • Maße / Gewicht:

    99 X 53 X 21 (mm) / ca. 130 g
  • Preis:

    ca. 700 Euro (o. Vertrag)
  • Infos unter:

    » www.nokia.de
Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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