Nach Maps-Desaster
Apple spannt Google die Karten-Spezialisten aus

Nur durch Pannen zeichnet sich der neue Apple-Kartendienst bisher aus. Experten kritisieren die zahlreichen Fehler. Nun buhlt der iPhone-Hersteller mit Antrittsprämien um Kartographen des großen Konkurrenten Google.
  • 0

San FranciscoDie Probleme mit dem neuen Apple-Kartendienst könnten weit schwerwiegender sein als bislang vermutet. Experten aus dem Bereich Kartographie gehen davon aus, dass es Jahre dauern könnte, bis der iPhone-Hersteller zum Konkurrenten Google aufholen kann. Mit Hochdruck, so Brancheninsider, versuchen Apple-Headhunter, deshalb Mitarbeiter bei dem Suchmaschinenkonzern abzuwerben, um die Mannschaft zu verstärken. Apple Maps ersetzt in der aktuellen Version der iPhone- und iPad-Software das bislang vorinstallierte Google Maps, das für einen Teil der Apple-Kunden damit nicht mehr verfügbar ist, und fällt vor allem wegen schwerer Fehler in der Darstellung von Karten und teilweise ungenauen Ortsangaben auf. Apple selbst bittet um „etwas Zeit“, um die Fehler beheben zu können.

Doch so einfach scheint es nicht zu sein. „Apple Maps ist unvollständig, unlogisch, mit Positionsfehlern, veraltet und hat thematische Ungenauigkeiten.“ Zu diesem vernichtenden Urteil kommt der anerkannte Kartographie-Experte Mike Dobson in einer ausführlichen Analyse auf seinem Blog „Exploring Local“. Als einen der zentralen Fehler sieht er dabei den Versuch, den gesamten Prozess der Datenaufbereitung und -zusammenführung zu automatisieren.

Daran sei schon Google kläglich gescheitert und habe daraus gelernt. Heute arbeiten nach Handelsblatt-Informationen im Silicon Valley weit über tausend Mitarbeiter nur an der Verbesserung des Kartendienstes. Dobsen glaubt, dass es Jahre dauern könnte, bis Apple aufholen kann. Es sei eine Frage des Geldes und der besten Experten.

Seite 1:

Apple spannt Google die Karten-Spezialisten aus

Seite 2:

85.000 Dollar Antrittsprämie

Kommentare zu " Nach Maps-Desaster: Apple spannt Google die Karten-Spezialisten aus"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%