Navigationstechnik
Garmin bringt Handy mit Navigation

Nachdem Nokia und Co. die Navigation zunehmend in ihre Handys integrieren, müssen sich die Anbieter von Navigationstechnik etwas einfallen lassen. Als erster hat Garmin reagiert: Der amerikanische Hersteller von GPS-Geräten hat ein Multifunktionsgerät mit Touchscreen vorgestellt, das Mobiltelefon, mobilen Web-Browser und Navigationsgerät vereint.

hsn DÜSSELDORF. Das sogenannte „Nüvifone“ verknüpft die Welt der Information, Kommunikation und Navigation und wird in Europa erstmals auf dem Mobile World Congress (3GSM) in Barcelona (11. bis 14. Februar) und im März auf der Cebit in Hannover dem Publikum präsentiert.

Äußerlich sieht das Garmin-Handy dem iPhone ähnlich. Nach dem Einschalten erscheinen auf dem 3,5-Zoll-Touchscreen zunächst drei Symbole: Anrufen, Suchen und Karte anzeigen. Der Nutzer muss aber die Funktion nicht immer selbst auswählen. Steigt er während eines Telefongesprächs in sein Auto, wird beim Einsetzen des Nüvifone in die Fahrzeughalterung automatisch die GPS-Funktion aktiviert, das Navigationsmenü aufgerufen und der Anruf auf „Freisprechen“ umgestellt.

Das Nüvifone arbeitet mit einer von Garmin selbst entwickelten Betriebssoftware – die Google-Entwicklung „Android“ spielt hier noch keine Rolle. Google Suche, E-Mail, SMS und Messaging sind bereits installiert.

Mit der Funktion „Wo bin ich?“ spielt Garmin voll seine Kompetenz als Ortungsspezialist aus: Durch Berühren des Bildschirms soll der Benutzer die Längen- und Breitenkoordinaten seines momentanen Standorts, die nächstgelegene Adresse oder die nächsten Krankenhäuser, Polizeireviere und Tankstellen abrufen können. Außerdem soll das Nüvifone dem Benutzer das Wiederfinden seines Fahrzeugs in einer unbekannten Gegend oder auf einem überfüllten Parkplatz erleichtern. Es markiert automatisch den Ort, an dem es zuletzt aus der Fahrzeughalterung entnommen wurde und führt den Besitzer später zu seinem Auto zurück.

Ob das alles so gut funktioniert, wie es der Hersteller angekündigt hat, wird man im Spätsommer oder Herbst sehen können. Denn das Multifunktionsgerät soll erst im dritten Quartal in den USA und Europa auf den Markt kommen. Zum Preis will sich Garmin noch nicht äußern, auch welcher Hersteller das Mobiltelefon bauen wird, hüllt sich das Unternehmen in Schweigen.

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