Nettogewinn gesteigert
Hutchison beim UMTS-Geschäft zuversichtlich

Der Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa erwartet bis zum Jahresende rund 2,5 Mill. Nutzer der neuen Mobilfunktechnik UMTS. Trotz massiver Anlaufverluste für die UMTS-Aktivitäten in Europa, Asien und Australien verbesserte das Unternehmen durch den Verkauf von Unternehmensbeteiligungen beispielsweise an der Deutschen Telekom seinen Nettogewinn.

Reuters HONGKONG. Der vom Hongkonger Geschäftsmann Li Ka-shing kontrollierte Konzern teilte am Donnerstag anlässlich der Bekanntgabe seiner Halbjahreszahlen in Hongkong mit, zu der bestehenden Kundenbasis von 520 000 Nutzern kämen monatlich mindestens jeweils eine halbe Million Nutzer hinzu. "Natürlich sind wir zuversichtlich (über das UMTS-Geschäft)", sagte der geschäftsführende Direktor Canning Fok. "Ansonsten hätten wir nicht drei Mill. UMTS-Handys für dieses Jahr bei den Herstellern geordert." Für die beiden europäischen Kernmärkte Großbritannien und Italien bekräftigte Hutchison sein Ziel, zum Jahresende jeweils eine Million Kunden zu gewinnen.

Hutchison Whampoa hat in zahlreichen Geschäftsfeldern von Containern-Häfen bis hin zu Telekommunikation investiert. In Europa hat das Unternehmen milliardenschwere Investitionen in die neue Mobilfunktechnik UMTS getätigt und bietet seit März UMTS-Dienste in Großbritannien, Österreich, Schweden, Italien und Australien an. In Hongkong und Dänemark will Hutchsion vom dritten beziehungsweise vierten Quartal an seine UMTS-Mobilfunktechnik vermarkten. Die UMTS-Anlaufverluste im ersten Halbjahr bezifferte Hutchison mit 3,895 Mrd. Hongkong-Dollar (rund 455 Mill. ?) vor Steuern und Zinsausgaben.

Dank der profitablen Geschäftsbereiche Häfen, Immobilien und Beteiligungen stieg der Konzerngewinn im ersten Halbjahr auf 6,07 Mrd. Hongkong-Dollar (rund 707 Mill. ?) von 5,95 Mrd. Hongkong-Dollar im Vorjahreszeitraum. Darin sind Sondereffekte in Höhe von 1,92 Mrd. Hongkong-Dollar unter anderem durch den Verkauf von Unternehmensbeteiligungen an der Deutschen Telekom und Vodafone sowie eine Milliardenabschreibung auf den bankrotten Telekom-Dienstleister Global Crossing enthalten. Der Konzernumsatz stieg den Angaben zufolge in der ersten Jahreshälfte auf 65,88 Mrd. Hongkong-Dollar nach 46,59 Mrd. vor Jahresfrist.

Hutchison hatte als Miteigentümer der US-Mobilfunkfirma VoiceStream und als Mannesmann-Aktionär seine Aktien gegen Papiere der Telekom und von Vodafone getauscht. In der Folge waren die Aktien am Markt platziert worden. Ende 2002 hatte der Hongkonger Konzern noch rund 110 Mill. Telekom-Papiere und rund 1,4 Mrd. Vodafone-Aktien in seinem Bestand. Die jüngsten Verkäufe betrafen den Angaben zufolge 56 Mill. Telekom-Aktien und 579 Mill. Vodafone-Aktien. Damit seien die ursprünglichen Beteiligungen inzwischen um rund 75 % reduziert worden, teilte Hutchison mit. An der Börse kletterten die Aktien des Konzerns am Donnerstag um 1,4 % auf 55 Hongkong-Dollar.

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