Neue EU-Richtlinie könnte die Branche verändern – Etablierte Anbieter bleiben gelassen: Virtuelle Mobilfunker dringen auf Marktöffnung in Frankreich

Neue EU-Richtlinie könnte die Branche verändern – Etablierte Anbieter bleiben gelassen
Virtuelle Mobilfunker dringen auf Marktöffnung in Frankreich

Neue Regulierungsvorschriften könnten den französischen Mobilfunkmarkt kräftig durcheinander wirbeln. Darauf weisen Manager aus der Branche und Analysten des französischen Brokerhauses Exane hin.

PARIS. Denn auf Basis eines neuen Gesetzes kann der französische Tele- kom-Regulierer ART künftig die Öffnung der Mobilfunknetze für so genannte virtuelle Mobilfunkfirmen erzwingen. Folge: Mehr Konkurrenz und sinkende Preise

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Mit der Umwandlung der EU- Richtlinien zum Telekommarkt in französisches Recht wird der Weg für eine Zulassung solcher Anbieter frei. Virtuelle Mobilfunker kaufen zum Großhandelspreis freie Netzkapazitäten, verwalten aber selbst die Sim-Karten für die Telefone. Daher haben sie größere Freiheit bei der Gestaltung der Dienste als reine Weiterverkäufer von Mobilfunk-Minuten.

Zwar steht noch nicht fest, ob die französische Regulierungsbehörde die Netzöffnung tatsächlich erzwingen wird. "Die Entscheidung hängt von der Analyse des Mobilfunk- Marktes ab, und die ist noch nicht abgeschlossen", sagt eine Sprecherin der Behörde.

Doch mögliche Anbieter stehen schon parat: Die schwedische Tele2 tritt bereits in Belgien und den Niederlanden als virtueller Mobilfunker auf und fordert vehement die Öffnung in Frankreich: "Der französische Mobilfunk-Markt gleicht einem Kartell", schimpft Jean Constanza, -Louis Frankreich-Chef von Tele2.

Der Mobilfunkmarkt in Frankreich wird von drei Anbietern dominiert: der France-Télécom-Tochter Orange, SFR-Cegetel und Bouygues Telecom. Für Bouygues, die Nummer drei, wären die Folgen der neuen Konkurrenz am größten: Nach Berechnungen der Analysten von Exane, könnte bei Bouygues der freie Cash-Flow um bis zu 30 % sinken - sollte ein virtueller Mobilfunker das Netz eines Wettbewerbers nutzen und so den kleinsten französischen Netzbetreiber unter Druck setzen.

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