Neues Kooperationsmodell
Mit Kamerahandys auf Kundenfang

Das Fotografieren mit der Handykamera wird professioneller. Mit einer Auflösung von zwei und drei Megapixeln, Zoomobjektiv und zusätzlichen Softwarefunktionen wie Weißabgleich wollen Mobilfunkanbieter künftig auch die Hobbyfotografen als Kunden locken.

DÜSSELDORF. „Die neuen Handykameras von Nokia, Samsung oder Sony-Ericsson können inzwischen durchaus mit Digitalkameras konkurrieren“, sagt Ralf-Peter Simon, Geschäftsführer des Münsteraner Mobilfunkhändlers The Phone House im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Da wird sich so mancher fragen: Warum soll ich zwei Geräte mitnehmen, wenn ich alles in einem haben kann?“

The Phone House, das zum britischen Mobilfunk-Einzelhändler Carphone Warehouse gehört, strebt eine enge Kooperation mit dem Fotohandel an. „Wer mit Hilfe der neuen Fotohandys Mobilfunkverträge verkaufen will, der muss auch rund um das Thema Fotografie Bescheid wissen“, erläutert Simon die Strategie. Auf der Fotofachmesse Photokina, die vom 26. September bis 1. Oktober in Köln stattfindet, wird das Unternehmen einen speziellen Fototarif vorstellen. Dieser beinhaltet neben dem mobilen Telefonieren auch das Entwickeln einer festen Anzahl von Bildern pro Monat. Zu diesem Zweck hat The Phone House eine Partnerschaft mit Europas größtem Fotoentwickler Cewe Color in Oldenburg geschlossen.

Bislang hatte die Fotografie mit den Handykameras eher Spaßcharakter. Denn die Auflösung der Aufnahmen reichte entweder nur für Briefmarken-große Bildchen oder sehr grobkörnige Ausdrucke. Viele Mobilfunkkunden verloren daher schnell die Lust an der Handyfotografie – sehr zum Leidwesen der Netzbetreiber. Schließlich hatten die gehofft, dass ihre Kunden die Bildchen munter in ihrem Bekanntenkreis verschicken und damit den Umsatz mit Datendiensten ankurbeln. Doch die Umsätze blieben weit hinter den Erwartungen zurück.

Nun sollen die leistungsstärkeren Handykameras zumindest das Bildergeschäft beflügeln. Dank der besseren Auflösung lohne es sich, auch mal einen Schnappschuss aufs Papier zu bringen, sagt Stefan Werner, Produkmanager bei The Phone House. „Und das wollen wir unseren Kunden mit dem neuen Tarif leichter machen.“ Der Kunde verschickt seine Handyfotos entweder direkt vom Mobiltelefon zum Entwickler oder von seinen Heim-PC über die Internetseite von The Phone House. Hier werden sie automatisch an den Fotoentwickler weitergeleitet – wenige Tage später liefert die Post die fertigen Bilder aus.

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