Key One – Ein schwerer Neuanfang für Blackberry

Neues Smartphone Key One
Ein schwerer Neuanfang für Blackberry

Es macht wieder Klick: Heute kommt das Blackberry Key One mit echter Tastatur heraus. Dahinter steckt der chinesische Konzern TCL, der die bekannte Marke nutzt – und die Frage beantworten muss: Wer braucht noch Tasten?
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DüsseldorfAuf der Vorderseite glänzen die kleinen, abgerundeten Tasten. Über den weißen Buchstaben stehen, ganz klein, Ziffern und Sonderzeichen. Und auf der Rückseite fällt das stilisierte B ins Auge, das in die Abdeckung eingelassen ist. Wer über 30 Jahre alt ist und die vergangenen Jahre nicht in medialer Abstinenz verbracht hat, der erkennt gleich: Dieses Smartphone ist ein Blackberry.

So unwahrscheinlich das klingt: Die traditionsreiche Marke feiert gerade ein Comeback. Das Key One kommt am heutigen Dienstag in Deutschland auf den Markt, große Elektronikhändler und Mobilfunkanbieter werden es vertreiben. Dahinter steckt jedoch nicht der Konzern Blackberry, sondern der chinesische Hersteller TCL, der die Markenrechte erworben hat und nun neue Modelle entwickelt und fertigt.

„Die Menschen kennen die Marke“, sagt François Mahieu, der das Europageschäft der TCL-Tochter Blackberry Mobile leitet. Sie sei immer noch ein Zeichen für Erfolg, „fast ein Statussymbol“. Mit einer Marketingkampagne will er nun den spektakulären Niedergang des Blackberry-Geschäfts vergessen machen. Und er will zeigen, dass Handys mit Tasten immer noch gefragt sind – trotz der vielen Konkurrenten, die schon den Original-Blackberrys vor einigen Jahren das Leben schwer machten.

Das Key One soll die Stärken ausspielen, für die Blackberry steht: Es hat eine Tastatur mit echten, klickenden Tasten, ergänzt um intelligente Wortvorschläge auf dem Bildschirm. Es bietet einige Sicherheitsfunktionen, etwa eine App namens DTEK, die permanent den Zustand des Gerätes überwacht und vor Risiken warnt. Und es enthält einen Akku, der auch bei intensiver Nutzung mindestens den ganzen Tag durchhalten soll.

Damit die Nutzer nicht auf eine große Auswahl an Apps, Musik und Filme verzichten müssen, nutzt TCL aber kein eigenes Betriebssystem, wie es Blackberry bei seinen E-Mail-Maschinen lange tat, sondern installiert Android. Allerdings handelt es sich um eine besonders abgesicherte Version, die Schwachstellen des Betriebssystems ausbessern soll. Der Hersteller bewirbt das Gerät als „das sicherste Android-Smartphone“.

Die Software stammt übrigens von Blackberry. „Wir arbeiten sehr eng mit TCL zusammen, um Sicherheit in jede Schicht des Key One einzubauen“, versicherte Blackberry-Manager Alex Thurber bei der Präsentation im Februar. Der kanadische Konzern steuert auch einige Anwendungen bei, etwa eine Zentrale für alle Arten von Nachrichten.

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  • Dann doch lieber ein Oppo oder Xiaomi. Besser als Samsung, Blackberrry und sogar iphone allemal.

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