Nintendo DS
Die Kraft der zwei Bildschirme

Es kommt drauf an, was man draus macht. Das gilt nicht nur für Beton, sondern auch für die pfiffigste Spielekonsole, die seit langem auf den Markt gekommen ist: Die Nintendo DS.

HB DÜSSELDORF. DS steht dabei nicht für den schönen Citroën von 1955, sondern für "Dual Screen", also zwei Bildschirme. Damit können wir eine Menge verrückte Sachen machen - vorausgesetzt, die Programmierer haben genügend Phantasie, um verrückte Spiele zu entwickeln.

Mit den bereits erhältlichen Spielen macht es jedenfalls auch schon einigen Spaß. Statt wie bisher immer nur auf Tasten rumzudrücken, kann ich mit dem Stift über den Bildschirm wischen und Aktionen auslösen, ins Mikrofon pusten, um Kerzen auszublasen.

Oder per Funk mit Mitspielern im selben Raum chatten. Eine Art kostenlose SMS. Den Text schreibe ich mit dem Stift auf einer Bildschirmtastatur oder direkt in Schreibschrift auf den Schirm. Lustig.

Positiv: Ältere Spiele vom "Gameboy Advance" funktionieren noch, aber nutzen natürlich keine der neuen Funktionen. Das Gerät ist nur leider zu sperrig für die Jackentasche. Im Schulrucksack oder in der Aktentasche hingegen kann es locker rumfliegen. Zusammengeklappt sind beide Bildschirme gut geschützt.

Die Bildqualität ist in Ordnung, aber nicht berauschend. Leider hat der Hauptschirm einen engen Blickwinkel, wir müssen ziemlich genau davor sitzen, um gut zu sehen. Ohne Hintergrundbeleuchtung sind die Schirme zu dunkel, die Beleuchtung kostet aber Batterie.

Mitgeliefert wird nur die Demoversion eines Weltraum-Abenteuers (Metroid Prime Hunters). Am Anfang ist die Koordination von Tasten und Finger auf dem Berührungsschirm ungewohnt, aber das gibt sich recht schnell.

Allerdings war es bei schnellen Sequenzen schon eine Herausforderung, mit beiden Händen die Konsole zu halten, zu drücken und noch über den Schirm zu wischen.

Absolut Geldbeutel-schonend ist die Download-Option. Kommen mehrere Spieler zusammen, muss nur einer das Spiel gekauft haben, die anderen zocken mit.

Fazit: eine erfrischende neue Spiele-Idee, der jetzt noch die richtige Software folgen muss. Das wird sich in wenigen Monaten zeigen. Wer in seiner Jugend dem Gameboy gefrönt hat, wird hier aber zweifelsfrei seinen Spaß haben.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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