Nokia-Handy N91
Spröder Finne mit Musiktalent

Würde der erste Eindruck wirklich immer entscheiden, hätte der spröde Finne wahrscheinlich kaum eine Chance. Mit ausladenden Schultern, metallisch-kalt und irgendwie unnahbar kantig kommt es daher.

DÜSSELDORF. "Multimedia-Computer" nennt Nokia sein neues Smartphone N91 großspurig und unwillkürlich denkt man beim Auspacken "Geht?s vielleicht auch ?ne Nummer kleiner?" Doch mit jeder Minute, die man durchhält, wächst die Sympathie für diesen Mobile-Quasimodo unter den - tja, was denn nun? Telefonen? MP-3-Spielern? Organizern?

Herzstück des N91 ist jedenfalls eine 4 GB große Festplatte (freier Speicher 3,74 GB). Die hatte vor vier Jahren nicht mal mein PC.

In guter Qualität passen da rund 1000 Lieder drauf und um es direkt zu sagen: Sie klingen auch richtig gut, wenn man sie über die Kopfhörer wieder abspielt. Natürlich können auch Daten oder Fotos gespeichert werden, aber das N91 ist kompromisslos auf Musik ausgelegt.

Das demonstriert eindrücklich die übersichtliche Player-Bedieneinheit auf der Frontklappe, unter der sich die filigrane Tastatur verbirgt. Da die Tasten untereinander und zu den Rändern gebührlich Abstand wahren, arbeitet es sich auch mit dickeren Fingern noch angenehm.

Das Display ist hell und kontraststark, gehört aber nicht zu den Klassenbesten. Selbst das hauseigene Schwestermodell N90 bietet schon eine höhere Auflösung.

Das Jonglieren mit der Software erfordert ein wenig Übung. Aber dafür bietet das Nokia-Fon im Gegenzug eine ungeahnte Flexibilität. Musik kann in fast jedem gängigen Format einfach per Drag & Drop auf die Festplatte gezogen, mit dem Microsoft Mediaplayer (ab Version 10) verwaltet oder mit dem Nokia eigenen Programm aufbereitet werden. Dem Tester hat die reibungslose Integration mit dem Microsoft-Player - inklusive automatischer Synchronisation - am besten gefallen. Apples iTunes muss wirklich langsam aufpassen.

Größtes Manko aus der Sicht des Vielreisenden: Der USB-Port schafft es nicht, den Akku des Players an Laptop oder PC aufzuladen. Also immer das nervige Netzteil mitschleppen und - wichtig - das N91 bei längeren PC-Sitzungen am Stecker betreiben. Nicht auszudenken, wenn der Akku während der Datenübertragung schlapp macht.

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