Nokia ist weiterhin Marktführer
Gartner erhöht nochmals Prognose für Handy-Absatz 2003

Rund 500 Millionen Handys werden die Hersteller von Mobiltelefonen dieses Jahr vermutlich verkaufen, das prognostizierte jetzt das Marktforschungsinstitut Gartner. Mit dieser Prognose liegt das Institut deutlich über den bisherigen Erwartungen der weltgrößten Handyhersteller.

HB AMSTERDAM. „Zu Jahresbeginn hatten wir erwartet, dass zwischen 460 und 470 Millionen Handys abgesetzt werden. Jetzt ist es wahrscheinlich, dass sich der weltweite Absatz zum Jahresende auf eine halbe Milliarde Mobiltelefone belaufen könnte“, sagte Gartner-Analyst Ben Wood. Mit der jüngsten Prognose korrigierte Gartner seine bisherigen Erwartungen nochmals leicht nach oben. Im Jahr 2002 waren 429 Millionen Handys veräußert worden.

Im dritten Quartal 2003 wurden der Studie zufolge weltweit 133 Millionen Handys verkauft. Die Hersteller profitierten von einer anhaltend starken Nachfrage nach preisgünstigen Geräten in den bevölkerungsreichen Schwellenländern China, Russland und Indien sowie nach hochwertigen Telefonen mit Kamera und Farbbildschirm in den Stammmärkten.

Nokia führt, Gartner zufolge, auch im dritten Quartal die Liste der Weltgrößten Hersteller von Mobiltelefonen an, gefolgt vom US-Produzenten Motorola. Der Marktanteil des Unternehmens sank allerdings um 1,7 Prozentpunkte auf 34,2 Prozent. Die weltweite Nummer Drei, Samsung, verbesserte sich auf 11,2 von 9,9 Prozent Marktanteil. Siemens, der viertgrößte Hersteller, steigerte der Studie zufolge seinen Weltmarktanteil auf 9,1 von 7,0 Prozent im Vorquartal. LG überholte mit einem Anstieg auf 5,3 Prozent knapp das Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson.

Siemens-Chef Heinrich von Pierer sagte, das Unternehmen sei „praktisch ausverkauft“, die Erwartungen seien übertroffen worden. Siemens rechnet wie Nokia und die meisten anderen Hersteller mit einem weltweiten Absatz von rund 460 Millionen Handys im laufenden Jahr. Ein Nokia-Sprecher sagte zu den optimistischeren Prognosen der Marktforschungsinstitute: „zweifellos haben wir ein besseres Verständnis und bessere Marktforschungsressourcen und mehr Personal im Markt als die Forschungsinstitute, um Vorhersagen zu treffen.“

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