Nokia Lumia 710 im Test: Windows-Phone für Einsteiger

Nokia Lumia 710 im Test
Windows-Phone für Einsteiger

Nokia will mit dem neuen Lumia 710 den Smartphone-Markt in der unteren Preisklasse aufmischen. Anders als früher muss sich dieses Windows-Phone vor dem iPhone und den Android-Geräten nicht mehr verstecken.
  • 5

San FranciscoMit dem Nokia Lumia 710 fällt man auf. Nicht nur, weil es nicht so weit verbreitet ist. Es sticht mit seiner grafisch durchgestylten Bedienoberfläche, der optisch herausragenden Benutzerführung mit dem dominierenden Schrifttyp Segoe WP sowie den animierten Kacheln zum Starten von Apps klar aus der Masse der iPhones und Android-Kästchen heraus, die Restaurants und Szene-Bars von San Francisco bevölkern.

Das Schöne dabei: War man vor zwei Jahren mit einem alten Windows Mobile 6.5 Smartphone unterwegs, erntete man nur mitleidiges Lächeln - bestenfalls. Das ist vorbei. Selbst eingefleischte iPhone-Fans möchten schon gerne mal damit rumspielen. Wenn keiner zusieht, natürlich.

Das Lumia 710 ist der keine Bruder des teuren Lumia 800. Das zu Kampfpreisen von mittlerweile unter 300 Euro angebotene Gerät läuft mit dem aktuellen Betriebssystem Windows Phone 7.5 („Mango“). Während die Verarbeitung des Testgeräts nicht zu beanstanden war, macht die Anmutung doch recht schnell klar, in welcher Preisklasse das 710 angesiedelt ist.

Das Plastikgehäuse des macht einen soliden, aber nicht gerade hochwertigen Eindruck. Der 3,7-Zoll große Bildschirm, ein so genanntes TFT-Display, bietet hohen Kontrast und gute Helligkeit. Aber zu den (teureren) AMOLED-Bildschirmen der Top-Modelle besteht ein klar sichtbarer Unterschied.

Unterhalb des Bildschirms sind drei mechanische und beleuchtete Funktionstasten für Suche, Startbildschirm und „Schritt zurück“ angeordnet. Sie sind leicht abgehoben und treffsicher zu bedienen. Das Lumia liegt gut in der Hand und wiegt angenehme 125 Gramm.

Im Testbetrieb gab sich der 1,4 GHz-Prozessor keine Blöße. Menüs und Software sind schnell aufgerufen, der Bildaufbau geschieht verzögerungsfrei, von Ruckeln keine Spur. Hard- und Software harmonieren gut. Einen klaren Minuspunkt gibt es für den Speicherausbau. Wie beim iPhone ist der Speicher nicht erweiterbar. Allerdings liefert Nokia nur acht Gigabyte mit, Apple fängt bei 16 erst an. Was Nokia da bietet ist einfach zu wenig. Die kostenlosen 25 Gigabyte Speicher in der Cloud (Microsoft Skydrive) machen das nicht wett.

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Windows-Phone für Einsteiger

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Kamera enttäuscht, Navigation überzeugt

Kommentare zu " Nokia Lumia 710 im Test: Windows-Phone für Einsteiger"

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  • Acht Gigabyte sind zu wenig für was ?
    Speichererweiterung gibt es bei keinem WindowsPhone. Das hat nichts mit Nokia zu tun.
    Und vergleich wir jetzt ein 600€ mit einem 200€ Handy ?
    Drei Gigabyte Kartenmaterial na schön das man soviel unterwegs ist. Wie wärs mit alten Karten löschen ?
    Stromfressende 4G LTE-Funkmodem. Auch nicht relevant für EU.

  • Hallo Nokiaspezialisten,
    kann mir jemand bei dem oben geschilderten Problem helfen?
    Wie kann ich einzelne Songs vom Nokia 710 löschen???

  • "Allerdings liefert Nokia nur acht Gigabyte mit, Apple fängt bei 16 erst an. Was Nokia da bietet ist einfach zu wenig."

    So formuliert ist das nicht gerecht! In der Überschrift steht ganz klar PHONE FÜR EINSTEIGER!! Warum wird dann mit Apple verglichen, wo die doch nur Highend-Geräte herstellen??
    Mein Nokia C7-00 hat nicht einmal die Hälfte eines iPhones gekostet und verfügt gesamt über 40GB Speicher plus 25GB SkyDrive seit dem Belle-Update inkl. MicrosoftApps! Nokia stellt hauptsächlich Einsteiger- und Mittelklassehandys her, die nicht einfach mit Hightechgeräten von Samsung oder Apple verglichen werden können. Mit dieser Masche wird Nokia seit geraumer Zeit zu Unrecht schlecht geredet! Im Preis-Leistungs-Verhältnis, was Ausstattung und Hardwarequalität betrifft, ist Nokia Marktführer - auch bei den Smartphones. Das Symbian-OS war für die breite Masse der Konsumenten zu umständlich. Mich hat es sogar auf dem 5800XpressMusic begeistert, weil es immer logisch und systematisch aufgebaut war, im Gegensatz zum uferlosen Android-Brei.
    Wer sich mal die gesamte Produktpalette von Nokia ansieht und auch die Datenblätter aufmerksam studiert, wird schnell feststellen, daß gerade Apple bei vielen Geräten keinem objektiven Vergleich standhält. Symbian ist ein offenes System mit allen damit verbundenen Vorteilen und die Ausstattung ist bei Nokia oft umfangreicher, mehr Anschluß- und Verbindungsmöglichkeiten. Schade nur, daß Symbian seit des dummen Apple-Hypes von Programmentwicklern vernachlässigt wird und deshalb hippe Apps und sinnvolle Anwendungen für Nokia nicht zur Verfügung stehen! Bleibt zu hoffen, daß Windows von den Usern angenommen wird. So könnte Nokia überleben und damit auch noch ein paar Jahre Symbian!

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