Nokia und Motorola erhöhen Marktanteil
Asien treibt weltweiten Handyabsatz an

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat seine Prognose für den weltweiten Mobiltelefonabsatz angehoben. Im dritten Quartal haben die führenden Hersteller Nokia und Motorola ihre Position zudem ausgebaut. BenQ Siemens ist dagegen eingebrochen.

HB EGHAM. Die Anzahl der verkauften Mobiltelefone dürfte 2007 um gut zehn Prozent auf 1,1 Mrd. Stück steigen, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Marktforschungsfirma Gartner. Für das laufende Jahr hoben die Marktforscher ihre Prognose an: Demnach werden bis Ende 2006 weltweit 986 Mill. Handys verkauft werden, rund ein Fünftel mehr als im vergangenen Jahr. Ursprünglich war ein Wachstum von zehn bis 15 Prozent erwartet worden. Grund für den optimistischeren Ausblick sei die starke Nachfrage in den Schwellenländern.

Größter Wachstumstreiber bleibe Asien. Die Verkäufe zogen im dritten Quartal auf dem Kontinent um 55 Prozent auf 81 Mill. Handys an. Damit wurden in Asien doppelt so viele Mobilfunkgeräte wie in Europa verkauft. In Europa hat das Wachstum dagegen seine Grenzen erreicht. Dort legte der Absatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent zu. Gartner führte das verhältnismäßig geringe Wachstum darauf zurück, dass die Kunden hier auf Angebote zur Weihnachtszeit warten.

Im abgelaufenen dritten Quartal kletterte die Zahl der weltweit verkauften Mobilfunkapparate verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um gut ein Fünftel auf 251 Millionen. Vor allem die Branchenriesen konnten ihre Marktanteile auf Kosten der kleineren Hersteller ausbauen. So legten vor allem Nokia, Motorola und Sony Ericsson zu. Die asiatischen Hersteller Samsung und LG mussten dagegen leichte Verluste hinnehmen. Im laufenden vierten Quartal rechnet Gartner mit rund 281 Mill. verkauften Geräten. Das Weihnachtsgeschäft werde vor allem das sich derzeit abschwächende Geschäft in Europa beleben, so Gartner.

Der Marktanteil des Branchenersten Nokia sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 32,5 Prozent auf 35,1 Prozent im dritten Quartal gestiegen, berichtete Gartner am Mittwoch. Motorola habe seine Position um zwei Prozentpunkte auf 20,6 Prozent ausgebaut. Etwas zurück fiel die Nummer drei der Branche: Der südkoreanische Handy-Hersteller Samsung erhöhte zwar seine Verkäufe um ein Sechstel auf 30,6 Mill. Mobilfunkgeräte, der Anteil am Gesamtmarkt sank aber leicht auf 12,2 Prozent.

Der Marktanteil der mittlerweile insolventen BenQ Mobile halbierte sich in den letzten drei Monaten vor der Pleite auf 2,4 Prozent. Zu ihren besten Zeiten verkaufte die einstige Siemens-Handysparte weltweit jedes zehnte Gerät. Zwischen Juli und September setzte das Unternehmen noch 6,1 Mill. Handys ab.

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