Offener Standard soll Abrechung erleichtern und „Mobile Payment“ zum Durchbruch verhelfen
Forscher forcieren Bezahlen per Handy

Endlich eine Parklücke gefunden, aber dann das: Kein Kleingeld für den Parkautomaten. Ein Problem, das viele Wiener nicht kennen: Sie zahlen einfach mit dem Handy. Auch in Berlin und anderen Städten wird das so genannte „Mobile Payment“ getestet.

HB BERLIN. Was bequem klingt, ist allerdings mit Arbeit verbunden. Bevor man mobil zahlen kann, muss das Auto mit Kennzeichen samt persönlicher Daten via Internet angemeldet werden. Dazu wird eine SMS mit Angabe der Parkdauer an den Betreiber geschickt – sich also an- und abgemeldet. Die Zentrale sendet umgehend eine Bestätigungs-SMS. Der zu zahlende Betrag wird vom Konto des Autofahrers abgebucht.

Teilweise wird die Forderung aber auch mit der Handyrechnung erhoben – so wie man es vom Kauf von Klingeltönen her kennt. Oder man kann per SMS sein Parkstundenkonto aufladen – gewissermaßen Prepaid-Parking. Auch Politessen müssen eifrig tippen, um Parksünder aufzuspüren: Sie senden per Handcomputer das Kennzeichen an die Zentrale und müssen auf eine Bestätigung warten.

Ganz einfach ist das Procedere also nicht. Außerdem gibt es in Deutschland noch eine juristische Hürde: Die Straßenverkehrsordnung verlangt, dass Parkgebühren an Automaten entrichtet werden. Allerdings arbeitet das Bundesministerium für Verkehr an einer Ausnahmeregelung. Vorteil für die Kommune: Papier-, Drucker- und Wartungskosten für die Automaten entfallen.

Bislang kommt das Bezahlen mit dem Handy aber nicht in Schwung. Zwar wird diese Form des M-Commerce in Taxis, Restaurants, im Ticketverkauf, bei Katalogbestellungen und beim Pizza-Bringdienst erprobt, aber der Durchbruch bleibt aus. Das liegt meist daran, dass der Aufwand enorm und die Kosten unverhältnismäßig sind.

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