Partnerschaft mit E-Plus
LG will Mobilfunk-Position ausbauen

Der koreanische Elektronik-Anbieter LG Electronics drückt bei seiner Expansionsstrategie im Mobilfunkmarkt aufs Tempo. Sowohl weltweit als auch im deutschen Markt wolle man die Position in den kommenden Jahren deutlich ausbauen, sagte der Geschäftsführer von LG Electronics Deutschland, Weon Kim, -Dae am Freitag in München.

dpa MÜNCHEN. "Das Ziel unserer Handy-Sparte ist ebenso ambitioniert wie das des Gesamtunternehmens: Bis zum Jahr 2006 streben wir mindestens Platz drei auf dem Weltmarkt für Mobiltelefone an." Zu den Zielen im deutschen Markt soll auch die neue Partnerschaft mit dem drittgrößten Mobilfunk-Betreiber E-Plus beitragen.

Im vergangenen Jahr kam der Konzern weltweit auf einen Umsatz von rund 31 Mrd. Dollar. Gut ein Viertel davon stammte aus dem Handy-Geschäft. Weltweit sieht sich LG als führender Anbieter für UMTS-Handys. In Europa habe man im ersten Quartal dieses Jahres in diesem Bereich bereits einen Marktanteil von 25,5 Prozent erreicht, sagte Kim. In Deutschland, wo LG im vergangenen Jahr rund 400 000 Geräte absetzte, sollen sich die Umsätze in diesem Jahr wie 2004 gegenüber dem Vorjahr verfünffachen. "Der deutsche Mobilfunkmarkt ist derzeit im Umbruch, es beginnt die Ära der dritten Handy-Generation, die sich durch vielfältige Mobildienste auszeichnet."

Die Konkurrenz durch das taiwanesische Unternehmen Benq, das die verlustreiche Handy-Sparte des Elektrokonzerns Siemens übernimmt, sieht der Deutschland-Chef gelassen. "Das beeinflusst uns nicht besonders, Benq ist keine populäre Marke in Deutschland, wir gehen unseren eigenen Weg", sagte Kim. Die deutschen Verbraucher seien generell eher konservativ eingestellt. Für Siemens sei das Geschäft positiv, da zahlreiche Arbeitsplätze gerettet werden könnten. LG erwäge derzeit keine eigene Produktion in Deutschland. LG Electronics unterhält bereits Partnerschaften mit den Mobilfunkbetreibern O2 und T-Mobile. Zusammen mit E-Plus wolle man im Juli ein erstes Handy auf den Markt bringen, sagte der Deutschland- Chef. Wann eine Zusammenarbeit mit Vodafone zustande komme, sei noch nicht klar.

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