„Pixel“

Händler veröffentlichen Details zum Google-Handy

Online-Händler in Kanada und Großbritannien haben versehentlich zu früh Detailinformationen zu dem neuen Smartphone von Google preisgegeben. Am Dienstag soll die Neuheit offiziell vorgestellt werden.
Das sind die Köpfe hinter Google
Die Gründer
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Larry Page (rechts) und Sergey Brin, hier im Jahr 2004, lernten sich 1995 an der kalifornischen Universität Stanford kennen. Zusammen entwickelten sie den „Page Rank“, den Mechanismus hinter der Google-Suchmaschine. Im September 1997 registrierten sie die Domain „Google“ – eigentlich ein Schreibfehler. Die Webseite sollte nach „Googol“ benannt werden, einer Zahl mit der Ziffer 1 und hundert Nullen.

Larry Page
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Der introvertierte Google-Gründer ist heute Chef der Muttergesellschaft Alphabet. Der Sohn eines Informatikers wurde schon früh zum passionierten Bastler. 1995 wechselt er als Doktorand an die Uni Stanford und lernt dort Sergey Brin kennen. Nach der Google-Gründung 1998 wird Page der erste Chef des Unternehmens. 2001 gibt er den Posten an der erfahrenen Manager Eric Schmidt ab, der den Konzern 2004 an die Börse bringt. Im April 2011 kehrt er an die Spitze zurück. Seit einer Lähmung der Stimmbänder hat er Probleme beim Sprechen. Nachdem er lange für einen spartanischen Lebensstil bekannt war, lebt Page heute auf einem weitläufigen Anwesen in Palo Alto und besitzt eine 45 Millionen Dollar teure Superjacht. Das Magazin „Forbes“ zählt ihn zu den reichsten Menschen der Welt.

Sergey Brin
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Der in Moskau geborene Sohn russischer Auswanderer gilt als genialer Mathematiker. Mit Larry Page, den er in Stanford kennenlernte, entwickelte er im Studentenwohnheim den Google-Algorithmus. Heute ist er Präsident der Google-Holding Alphabet und leitet das Geheimlabor Google X. Dort treibt er Projekte wie die Datenbrille Google Glass oder das selbstfahrende Auto voran. Wie Page ist auch er Multimilliardär.

Susan Wojcicki
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Die Managerin ist Tochter eines polnisch-amerikanischen Physikprofessors und wuchs auf dem Stanford-Campus auf. Ihre Garage diente als erster Firmensitz von Google, 1999 wurde sie die erste Marketingmanagerin des Unternehmens. Dort entwickelte sie mit der Werbetechnologie den wichtigsten Umsatzbringer des Unternehmens. Seit Februar 2014 leitet sie das Google-Videoportal Youtube. Google-Gründer Sergey Brin war bis Juni 2015 mit ihrer Schwester Anne verheiratet.

Eric Schmidt
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Schmidt ist Sohn eines Ökonomen und arbeitete nach seinem Studium als Manager in der IT-Branche. 2001 warben ihn Page und Brin für Google ab. Fast zehn Jahre stand Schmidt an der Spitze des Konzerns und machte Google zu einem Börsengiganten. Von 2011 bis 2017 war er „Executive Chairman“, seitdem berät er die beiden Gründer weiter als Mitglied des Verwaltungsrats. Seine Aktienoptionen, die er während seiner Tätigkeit erhielt, machten auch ihn zum Milliardär. Zudem ist er Mitglied der Bilderberg-Gruppe.

Sundar Pichai
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Der Sohn eines GE-Ingenieurs wuchs in Indien auf und ging während seines Studiums in die USA. 2004 stieg er bei Google ein und war zunächst für Projekte wie den Browser Chrome, Gmail oder Google Maps verantwortlich. Später kam auch das mobile Betriebssystem Android hinzu. Seit der Neustrukturierung des Konzerns hat er den Chefposten bei Google Inc. inne, die das Kerngeschäft der Holding Alphabet ausmacht.

Ruth Porat
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Die Finanzexpertin kam im Mai 2015 zu Google. Zuvor war sie Finanzchefin der Investmentbank JP Morgan. Als Chief Financial Officer ist es ihre Aufgabe, bei den oft teuren Forschungsprojekten von Google auf die Kosten zu schauen.

Mountain ViewDass Google am Dienstag ein neues Smartphone unter seinem eigenen Firmennamen vorstellt, kann man als bestätigt betrachten: Händler aus Kanada und Großbritannien haben zu früh Werbematerial veröffentlicht. Die Webseiten blieben am späten Sonntag zwar nur kurz online - aber lange genug für die Tech-Blogs, die sie entdeckten. Das Telefon mit dem Namen „Pixel“ gibt es in zwei Größen, wie die kanadische Mobilfunk-Firma Bell und der britische Anbieter Carphone Warehouse enthüllten. Nutzer bekämen auch Zugang zum neuen Google-Assistenten, mit dem man per Sprache kommunizieren kann, und könnten unbegrenzt Fotos online speichern.

Google brachte bisher einmal im Jahr gemeinsam mit einem Hersteller wie LG oder HTC Telefone mit dem Markennamen „Nexus“ heraus, die die Vision des Konzerns für die jeweils aktuelle Version seines Betriebssystems Android umsetzen sollten. Die Geräte eroberten allerdings keine großen Marktanteile. Insgesamt laufen mehr als 80 Prozent der aktuell verkauften Smartphones mit Android. Das Geschäft mit lukrativen teuren Modellen wird aber von Apples iPhones mit deren eigener Plattform und in der Android-Welt von Samsung beherrscht.

Google wolle am Dienstagabend europäischer Zeit auch seinen bereits im Mai angekündigten vernetzten Lautsprecher „Home“ präsentieren, berichtete die „Financial Times“ am Montag. Das Gerät soll durch die Einbindung des Google Assistant auf Sprachbefehl Aufgaben erfüllen und den vernetzten Haushalt steuern können. Google tritt in dem Markt vor allem gegen den Online-Händler Amazon an, der mit seinem Lautsprecher „Echo“ eine Vorreiterrolle spielt.

  • dpa
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