Polar M600 im Test: Beim Schwimmen bleibt die Uhr im Spind

Polar M600 im Test
Eine Sportuhr bittet zum Gespräch

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Beim Schwimmen bleibt die Uhr im Spind

Ob Reiten oder Rudern, Rennrad, Tennis oder Yoga: die Auswahl an Sportprofilen ist riesig (wir konnten daher nicht alle testen) und sie lassen sich über die Standardeinstellungen hinaus individuell konfigurieren. Das geht zwar leider nicht über die Smartphone-App, ist aber im Browser innerhalb des Polar-Accounts ziemlich unkompliziert. Von Vorteil dürfte diese Option vor allem für diejenigen sein, die schonmal eine Leistungsdiagnostik gemacht und eigene Angaben über ihre aeroben und aneroben Herzfrequenzbereiche haben, denn damit lässt sich das Training noch individueller und zielgerichteter gestalten.

Apropos Herzfrequenz: beim Lauftraining im Stadtwald haben wir die Werte der M600 mit einer EKG-genauen Pulsmessung per Brustgurt und einer Garmin-Laufuhr vergleichen. Im Ergebnis wich die Polar-Uhr konstant um zehn Schläge von der Brustgurt-Messung nach oben hin ab. Was für einen Hobby-Sportler vernachlässigbar ist, kann hier für einen Leistungssportler, der ein nach Herzfrequenz gesteuertes Intervalltraining machen will, problematisch sein.

Wer es ganz ganz wissen möchte und keine Toleranz duldet, sollte daher die M600 mit einem separat erwerblichen Polar-M7-Brustgurt verwenden. An der GPS-Funktion gibt nichts zu meckern. Allerdings fehlt die Option, manuelle Zwischenzeiten zu nehmen - für ambitionierte Läufer ein No Go.

Wenig Sinn macht die Smartwatch meiner Meinung nach im Schwimmbad. Hier wird zwar auch die Herzfrequenz angezeigt, zurückgelegte Kacheln beziehungsweise Bahnen und damit die geschwommene Distanz kann die Uhr Indoor leider nicht und bleibt bei dieser Disziplin also besser im Spind. Beim Radfahren vermisst habe ich eine Autostopp-Funktion, so dass die Zeit nicht weiter läuft, wenn man an Ampeln anhalten muss und die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht verfälscht wird. Andere Tracker in der Preisklasse können das.

Navigiert wird übrigens über ein farbiges und kratzfestes (Gorilla-3-Glas) TFT-Touchdisplay mit Tipp- und Wischgesten. Die Menüführung ist intuitiv und übersichtlich, es dauert allerdings ein paar Tage, bis die Struktur in Fleisch und Blut übergegangen ist, denn man kann nicht nur nach rechts und links, sondern auch noch oben und unten wischen.
Beim Schwimmen wechselte das Display manchmal wie von selbst die Seitenansicht (vielleicht auch durch eine unbedachte Berührung) oder schien für einige Sekunden eingefroren, bis man mit den feuchten Händen wieder in der App blättern konnte. Eine Art Tastensperre könnte hier Gold wert sein; dann würde die Uhr auch unter Dusche nicht mehr auf herabfallende Wassertropfen reagieren.

Gestört hat mich beim Radfahren auch die Tatsache, dass man immer erst einmal das Handgelenk kippen muss, bevor das Display leuchtet und die Daten abgelesen werden können. Zwar lässt sich manuell einstellen, dass die Beleuchtung permanent eingeschaltet bleibt, das wirkt sich jedoch negativ auf die Akkulaufzeit aus, die der Hersteller mit 48 Stunden angibt und sich damit auch nicht allzu weit aus dem Fenster lehnt. Lediglich mit einem iOS-Smartphone gekoppelt, schrumpft die Laufzeit auf nur 24 Stunden zusammen.

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  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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