Populärer Irrtum
Sechs Millionen Pixel sind sechs Millionen Pixel

Falsch, denn es kommt - neben der Güte des Objektivs - auf die Größe des Aufnahme-Chips an. Grundsätzlich gilt: je mehr Fläche, desto besser die Bildqualität bei nominal gleicher Auflösung.

Ein Aufnahme-Chip besteht aus vielen kleinen Sensoren, die nebeneinander angeordnet sind. Aus den Farb- und Helligkeitswerten der einzelnen Sensoren setzt sich das Digitalfoto zusammen. Je enger die Sensoren zusammenrücken, um immer höhere Auflösungen bei gleicher Chip-Fläche zu realisieren, desto mehr irritieren sie sich gegenseitig durch ihre Wärmeabstrahlung. Folge ist das so genannte Bildrauschen. Das Foto erscheint weniger klar und scharf. Es wird ähnlich „grisselig“ wie ein schlechtes Fernsehbild.

Der Effekt verstärkt sich mit zunehmender Empfindlichkeit, also wenn der Nutzer den ISO-Wert seiner Kamera hochschraubt, etwa von 100 auf 400 ASA. Das hat zwar den Vorteil, dass der Fotograf bei weniger Licht noch Bilder schießen kann. Doch verstärkt die Kamera nicht nur das eigentliche Bildsignal des Chips, sondern gleichzeitig auch das störende Rauschen.

An dieser Stelle spielt die digitale Spiegelreflexkamera einen ihrer Trümpfe aus. Sie hat einen verglichen mit einer Kompaktkamera wesentlich größeren Chip und rauscht deshalb weniger. Das Bild bleibt auch bei hohen Empfindlichkeiten angenehm klar. Diesen Vorteil erkauft sie sich allerdings mit einem höheren Gewicht und Volumen, denn der größere Chip benötigt ein entsprechend größeres Gehäuse und Objektiv.

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