Postinetts Testrecke

Video für Dummies

High Definition verbinden wir gerne automatisch mit High Quality. Aber kann man das für 200 Euro ernsthaft erwarten? Der Flip Ultra HD bietet unkomplizierte Videoaufnahmen für die Generation Youtube. Allzuviel sollten ambitioniertere Hobbyfilmer aber nicht erwarten.
Kommentieren
Der Speicherplatz des Flip ist auf acht Gigabyte begrenzt und nicht erweiterbar. Quelle: Pressebild

Der Speicherplatz des Flip ist auf acht Gigabyte begrenzt und nicht erweiterbar.

(Foto: Pressebild)

Der Flip Ultra HD ist ein Taschenvideorekorder, der sich auf genau das konzentriert, was er verspricht: Videoaufnahmen in HD-Qualität, also „hochauflösend“. Als Bedienungsanleitung ist dem 170 Gramm schweren HD-Zwerg ein kleines Faltblatt beigefügt, was locker ausreicht; denn es gibt schlicht nichts einzustellen. Der Filmer ist auf Gedeih und Verderb der Automatik ausgeliefert. Die Rückseite ziert ein zwei Zoll (Diagonale: 5 cm) großes Farbdisplay, das als Sucherersatz herhalten muss und zur Aufnahmekontrolle dient. Bei normalen Lichtverhältnissen ist das o.k., aber bei starker Sonneneinstahlung hält man die Kamera nur noch blind in die Richtung, in der das Motiv vermutet wird.

Drei Funktionstasten – Abspielen, Löschen und die multifunktionale Aufnahme- und Zoomtaste – übernehmen die Steuerung. Es gibt ein Stativgewinde und als TV-Ausgang einen HDMI-Anschluss. Damit könnte man stundenlang am TV-Gerät Videos betrachten, wenn nicht die Akkus schlapp machen würden. Einen Stecker für ein Netzteil sucht man vergebens. Schön dagegen: Ist der integrierte Akku leer, verträgt der Ultra HD alternativ AA-Zellen aus dem Strandkiosk, wenn mitten im Beachvolleyballfinale der Saft ausgeht.

Der Speicherplatz ist auf acht Gigabyte begrenzt und nicht erweiterbar. Das reicht für zwei Stunden Videomaterial im modernen AVI H.264 Codec komprimiert. Die Verbindung zum PC hält ein USB-Stecker, der per Schieberegler ausgeklappt wird. An sich praktisch, aber auch gefährlich. Bei Tower-PCs hängt die Kamera mit vollem Gewicht nach unten am Stecker oder, seitlich am Laptop angeflanscht, schnell mal in der Luft. Mit dem Knie vorbeigeschrappt oder unvorsichtig abgeknickt – und das Malheur ist da. Abhilfe schafft erst ein USB-Verlängerungskabel.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Postinetts Testrecke: Video für Dummies"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%