Postinetts Teststrecke
Der digitale Film

Ricoh wechselt mit dem Objektiv nun auch den Bildsensor aus und führt so durch die Hintertür den Film praktisch digital wieder ein. Ein Bajonettverschluss sorgt für mühelosen Modulwechsel. Echte Symbiose aus Kompaktkamera und Spiegelreflex oder nur Firlefanz?
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Wir erinnern uns: Früher hatten wir alle unsere ganz spezielle Filmauswahl, um das Optimum aus der teuren Ausrüstung herauszuholen; verschiedene Hersteller, Emulsionen, Körnungen, Iso-Werte. Heute muss ein einziger Allroundsensor im Digitalgehäuse das alles mehr recht als schlecht ersetzen. Und was nicht passt, wird elektronisch und per Software passend gemacht. Doch dem sind durch die Gesetze der Optik klare Grenzen gesetzt, und auch die verwendeten CMOS- oder CCD-Chips haben jeweils ihre eigenen Stärken und Schwächen.

Winzige Bildsensoren ermöglichen kleine Kameras, aber nehmen nur wenig Licht auf. Das Bildrauschen nimmt bei schlechtem Licht zu. Große Sensoren liefern bessere Bilder - und verlangen nach riesigen Objektiven. Dahinter arbeitet immer noch ein Bildprozessor, der das eingefangene Licht digital aufbereitet und bei Kameras mit Wechselobjektiv für jede Brennweite den bestmöglichen Kompromiss finden muss.

Ricoh führt nun durch die Hintertür den Film praktisch digital wieder ein. Das Gehäuse der Ricoh GXR ist nur noch Handgriff mit Batterie, Speicher, Akku, Display und ein paar Knöpfen. Bildsensor und-prozessor sind jetzt fest integriert in die Objektive gewandert - für jedes der passende "Film-Chip".

Ein Bajonettverschluss sorgt für mühelosen Modulwechsel. Das 50-Millimeter-Makro-Objektiv wird mit großem CMOS-Sensor im APS-C-Format mit 12,3 Megapixel geliefert, der ein ausgezeichnetes Rauschverhalten mitbringt und auch in Spiegelreflexkameras Verwendung findet. Das 24-72-Millimeter-Zoom schreibt auf einen kleinen CCD-Bildsensor mit zehn Megapixel, der kompaktere Objektive ermöglicht. Die Software der Bildprozessoren ist für Objektiv und Chip optimiert, die gerade verwendet werden.

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