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Digitale mit System

Traurig blickt sie mich mit ihrem dunklen, treuen Auge an. "Gibt es da eine Neue", fragt ihr Blick verzweifelt, und ich schaue verschämt auf den Boden. Ja, es gibt eine Neue. Oder besser gesagt, es gibt gleich zwei: Die Nikon D 100 und die Fuji Finepix S2 Pro.

Beide tretenan , um die gute alte Nikon- Spiegelreflexkamera zu ersetzen, ohne die teuer erworbenen Objektive - etwa die hochwertigen AF-Nikkor-Objektive - und das Zubehör in die Altgerätesammlung zu geben. Mittlerweile liegen die Einstiegspreise für solche Systemkameras unter 2 000 Euro. Grund genug für das Weekend Journal, sich die Resteverwerter noch einmal anzuschauen. Welches der Modelle am Ende das richtige ist, ist Geschmacks- und Geldfrage. Die D 100 verarbeitet mit der CF-Karte nur ein Speichermedium, während Fuji neben der CF-Karte auch die besonders flachen Smartmedia-Karten akzeptiert.

Alte Blitzgeräte können bei der Nikon nur im Basis-Modus betrieben werden. Anders bei Fuji: Sie aktiviert bei alten Blitzen alle möglichen Funktionen. Einen Adapter für Studio-Blitze bietet Nikon gegen Aufpreis. Die Fuji verfügt neben einer USB-Schnittstelle auch über einen Firewire-Anschluss zur Kommunikation mit dem PC, Nikon setzt auf USB.

Die Nikon punktet wieder beim Bedienkomfort. Wer die alte F 80 oder F 100 kennt, fühlt sich wie zu Hause. Die D 100 lässt sich feiner regulieren als ihr Fuji-Pendant, wichtige Funktionen liegen schnell erreichbar auf einem Einstellrad. Bei der Ausdauer ist sie dank Lithium-Ionen- Akku im Vergleich zur Fuji (Batterien) ein Langläufer. Mit einer Auflösung von sechs Millionen Pixeln gibt es bei beiden Kameras ebenso wenig zu meckern bei der Bildqualität im Praxistest.

Wer sich eine Semi-Profi-Kamera zulegen will, sollte also mannigfaltige Einstellmöglichkeiten schon aus der alten Analogzeit zu schätzen und zu nutzen wissen und im besten Fall über einen Fundus an hochwertigen Objektiven verfügen.

Wer aber jetzt in den Schrank schaut und selbstkritisch feststellt, dass die prestigeträchtige alte Nikon noch immer in fabrikneuem Glanz erstrahlt, da nie benutzt, der sollte nochmal in sich gehen. Alternative: Eine hochwertige digitale Kompaktkamera für den "Fun" und ausgedehnte, geplante Fotosafaris weiter mit dem analogen Schätzchen. Dann guckt sie auch nicht mehr so traurig.

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