Postinetts Teststrecke: Ein Scanner für unterwegs

Postinetts Teststrecke
Ein Scanner für unterwegs

Die Masse der Informationen kommt heute digital auf den Schreibtisch, doch oft müssen auch unterwegs noch Daten gescannt werden. Mit dem Scansnap S1100 haucht Fujitsu der Geräteklasse der tragbaren Scanner neues Leben ein.
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Für den Straßenarbeiter gehörten mobile Scanner früher zur Standardausrüstung. Unförmige Kästen, in deren Bauch surrend und piepend der alltägliche Papierkram aufgesogen wurde, um zu ewigem digitalem Leben auf der Festplatte zu erwachen. Aber das ist lange her.

Heute kommt die Masse der Informationen ohnehin digital auf den Schreibtisch oder alternative Werkzeuge wie Smartphones übernehmen die Arbeit. Für das schnelle Abkopieren reicht heute der Griff zum Kamerahandy und schon ist ein hochauflösendes Foto im Speicher. Ein Programm in der Cloud übernimmt dann noch die Texterkennung und bereitet die Informationen mundgerecht für jedes Textverarbeitungsprogramm auf. Nur wer wirklich noch auf Qualität und Geschwindigkeit angewiesen ist und regelmäßig eine Menge Dokumente zu verarbeiten und auch in andere Programme zu importieren hat, greift noch auf die Papierfresser zurück.

Fujitsu haucht dieser Geräteklasse mit dem Scansnap S1100 jetzt neues Leben ein. Das schlanke Gerät (273 x 47 x 34 Millimeter) mit gerade mal 350 Gramm Gewicht passt in jeden Aktenkoffer und in jede Laptoptasche und braucht nicht einmal ein eigenes Netzteil. Die Stromversorgung übernimmt die USB-Schnittstelle des Computers. Gerade im Ausland entfällt damit die lästige Suche nach einem passenden Steckdosenadapter.

Das Gewicht ist erfreulich gering. Die Software funktioniert mit Windows (ab XP) und mit Apple-Computern. Die Installation war im Test problemlos binnen wenigen Minuten erledigt. Wobei wir direkt beim Kritikpunkt wären: Das größte Ärgernis ist leider das Fehlen von Standardtreibern, die zum Beispiel ein direktes Scannen samt Texterkennung in beliebte Programme wie Word ermöglichen würden. Es ist immer der Umweg über die zum Glück insgesamt leicht zu bedienende Fujitsu-Software nötig.

Sehr schön: Die Software ist bereits fertig für das Cloud-Computing. Dokumente können eingescannt und direkt zu Onlinediensten wie Evernote oder Office Live hochgeladen werden.

Im Test funktionierte die Dokumentenarchivierung erfreulich problemlos, mit ein wenig Sorgfalt eingelegte Schriftstücke werden sauber eingezogen und verarbeitet. Bis zu acht Seiten können pro Minute direkt hintereinander eingeführt und gescannt werden, die Software baut sie dann zu einem mehrseitigen Dokument zusammen. Die mitgelieferte Texterkennung erledigt ihre Aufgabe gut, auch die Visitenkartenerkennung lieferte brauchbare Ergebnisse. Standardformate wie Adobes PDF oder Word und Excel werden unterstützt. Die Umwandlung in editierbare Excel-Dateien hängt aber stark von der Qualität des Ausgangsmaterials ab.

Fazit: Frischer Wind im Scannermarkt. Ein Leichtgewicht mit zukunftssicherer Anbindung an Onlinedienste und mit knapp 200 Euro für den Businesseinsatz nicht zu teuer. Negativ: Der Scanner ist nur mit Fujitsu-Software nutzbar, die allerdings erfreulich einfach zu bedienen ist.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Postinetts Teststrecke: Ein Scanner für unterwegs"

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  • Gähhhhn!

    den IRIScan Express 2 gibt es schon seit gefühlten Ewigkeiten. Für 80 EUR gibt es diesen Scanner samt Texterkennungssoftware, Visitenkarten-Verarbeitung und Bildbearbeitung.

    ...und wenn man etwas sucht, gibt es in dieser Klasse sicher noch mehr Produkte.

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